Dakar 2010 – 10. Etappe

Sainz wehrt Angriffe ab

Carlos Sainz baut mit dem ersten Etappensieg seinen Vorsprung in der Gesamtwertung wieder aus und wehrt die Angriffe von Nasser Al-Attiyah erfolgreich ab.

<strong>SCHNELLSTER:</strong> Carlos Sainz verteidigt seine Führung

Auf den schmalen Bergpässen von La Serena nach Santiago war der frühere Rallye-Weltmeister Carlos Sainz ganz in seinem Element. Steinige Böden, enge Kehren, viele Bremsmanöver - die Anforderungen erinnerten teilweise eher an die Rallye-WM als an eine Wüstenrallye.

 

Dennoch war seine Aufgabe alles andere als Routine: Sainz gewann die zehnte Etappe des Wüsten-Klassikers im Race Touareg mit 28 Sekunden Vorsprung vor Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret im X-raid-BMW. Ein weiterer Gegner im Kampf um den Tagessieg war Volkswagen Teamkollege Mark Miller, der nach 148 von insgesamt 238 Kilometern sogar geführt hatte. Der Amerikaner belegte im Tagesziel Platz drei vor seinem Teamkollegen Nasser Al-Attiyah.

 

In der Gesamtwertung der Veranstaltung liegt Carlos Sainz nun wieder mit 10:06 Minuten vor Nasser Al-Attiyah, Mark Miller im dritten Race Touareg folgt mit 28.19 Minuten Abstand auf den Führenden. BMW-Pilot Stéphane Peterhansel hat als Vierter 2:14.20 Stunden Rückstand. „Eine typische Wertungsprüfung wie in der Rallye-Weltmeisterschaft, die uns sehr entgegenkam. Enge Kurven, besonders rutschige Passagen - heute konnte man viel mehr verlieren als gewinnen. Trotzdem fanden wir einen guten Rhythmus. Wir konnten schnell auf den vor uns gestarteten Nasser Al-Attiyah aufschließen, in seinem Staub jedoch nicht überholen“, fasste Sainz den Tag im Ziel zusammen. 

 

GIBT NICHT AUF: Nasser Al-Attiyah kündigt weitere Attacken auf Carlos Sainz an

In Sicherheit darf sich „El-Matador“ nach dem heutigen Tagessieg nicht. Sein Verfolger kündigte für morgen weitere Attacken an. „Heute habe ich die Strecke eröffnet - was ganz und gar nicht von Vorteil war. Aber ich wusste, dass es für meinen Teamkollegen Carlos Sainz schwierig werden würde, im Staub vorbeizukommen. So haben wir den Zeitverlust kontrollieren können. Das gibt uns für den Tag morgen mit Strecken wie in der Rallye-WM und Fahrten durch ausgetrocknete Flussbetten einen kleinen Vorteil, denn dann haben die drei vor uns startenden Autos die Strecke frei gefegt - so wie wir es heute gemacht haben“, erklärte Al-Attiyah.

 

Stand nach Etappe 10, La Serena (RCH)-Santiago (RCH); 238/586 km
1. Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E) VW Race Touareg 2 36:34.45 Std.
2. Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D) VW Race Touareg 2 + 10.06
3. Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA) VW Race Touareg 2 + 28.19

4. Stéphane Peterhansel/Jean-P. Cottret (F/F) BMW X3 CC + 2:14.20
5. Guerlain Chicherit/Tina Thörner (F/S) BMW X3 CC 3+ 2:30.59
6. Carlos Sousa/Matthieu Baumel (P/F) Mitsubishi Racing Lancer + 3:54.05
7. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D) VW Race Touareg 2 + 4:46.13
8. Guilherme Spinelli/Filipe Palmeiro (BR/P) Mitsubishi Lancer + 5:25.08
 

Und so geht´s weiter …

Mittwoch, 13. Januar: 11. Etappe, Santiago (RCH)-San Juan (RA). Die zweite Andenüberquerung erfordert angesichts beeindruckender Landschaft die volle Konzentration der Fahrer und Beifahrer. Noch mehr jedoch das Gelände. Neben Schotterabschnitten stehen bei der Fahrt über die Grenze nach Argentinien auch Passagen mit weichem, puderartigem Sand auf dem Programm. Dieser besondere Untergrund hat bei den Einheimischen einen eigenen Namen: "Guadal".

 

GALERIE: Die Bilder der Rallye Dakar 2010...

 

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