Dakar 2010 – 8. Etappe

Sainz baut Führung aus

Carlos Sainz hat seine Führung auf der achten Etappe der Rallye Dakar von Antofagasta nach Copiapó souverän verteidigt.

<strong>WEITER VORN:</strong> Carlos Sainz verteidigt seine Dakar-Führung

Die Rallye-Profis lieferten sich über die 472 Kilometer lange und extrem schwierige Prüfung durch Chile ein offenes Kopf-an-Kopf-Rennen. Die offizielle Zeitnahme notierte nicht weniger als vier Führungswechsel. Zunächst tauschten die X-raid-BMW-Piloten Guerlain Chicherit und Stéphane Peterhansel an der Spitze die Plätze, bis etwa zur Mitte der Etappe Mark Miller für Volkswagen die Führung übernahm.

 

Dann beherrschten die Vorjahressieger Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz im vierten Race Touareg das Geschehen, bis sie kurz vor Schluss - nach ihrem zweiten Reifenschaden - von Peterhansel abgefangen wurden. Peterhansel, der ebenfalls einen Reifenschaden zu beklagen hatte, rückte damit als bester Verfolger des Volkswagen Trios mit rund zwei Stunden Rückstand auf Gesamtrang vier vor. Nach jeweils zwei Reifenschäden erreichten Sainz, Miller, de Villiers und Al-Attiyah im Abstand von 3.32 Minuten die Tagesränge zwei bis fünf.
 
Der achte "Dakar"-Tag war geprägt von einem etwa 400 Kilometer langen, extrem steinigen Abschnitt. Große Felsbrocken und Trial-artige Passagen machten diesen Teil der 472 Kilometer langen Wertungsprüfung zu einer Herausforderung für Fahrwerk und Reifen. Ständige Rhythmus-Wechsel verlangten von Fahrern und Navigatoren permanente Konzentration. Ein Dünen-Abschnitt mit weichem Sand beendete die Wertungsprüfung zwischen Antofagasta und Copiapó.

 

„Noch nie in meinem Leben habe ich so viele Steine gesehen. Fast die gesamte Etappe - abgesehen vom letzten Dünengürtel - bestanden aus Geröll und extrem großen Felsbrocken“, erklärte Spitzenreiter Sainz. „Leider hatten wir gleich zu Beginn einen Reifenschaden und unseren zweiten Ersatzreifen mussten wir dann etwa 200 Kilometer vor dem Ziel benutzen. Das bedeutete auch, dass wir diesen letzten Abschnitt extrem vorsichtig angehen mussten. Nach dieser harten und anstrengenden Etappe weiter vorn zu sein, ist eine große Erleichterung.“

 

Unterdessen haben Matthias Kahle und Thomas Schünemann einen perfekten Start in die zweiten Hälfte der Dakar erwischt: Auf der achten Etappe holten die Piloten des HS RallyeTeams ihren zweiten Tagessieg in der Klasse T1.3 für Benzin-Buggies. Durch Probleme bei Bernard Errandonea (SMG-Buggy) verkürzt das auf Platz zwei liegende HS RallyeTeam seinen Rückstand in seiner Klasse um mindestens zwei Stunden.


Stand nach Etappe 8, Antofagasta (RCH)-Copiapó (RCH); 472/568 km
1. Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E) VW Race Touareg 2 31:28.13 Std.
2. Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D) VW Race Touareg 2 + 14.35
3. Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA) VW Race Touareg 2 + 22.28
4. Stéphane Peterhansel/Jean-P. Cottret (F/F) BMW X3 CC + 2:02.25
5. Guerlain Chicherit/Tina Thörner (F/S) BMW X3 + 2:24.13
6. Krzysztof Holowczyc/Jean-Marc Fortin (PL/B) Nissan Pick-up + 2:45.45
7. Carlos Sousa/Matthieu Baumel (P/F) Mitsubishi Racing Lancer + 3:29.23
8. Guilherme Spinelli/Filipe Palmeiro (BR/P) Mitsubishi Lancer + 4:04.12


Und so geht´s weiter …
Montag, 11. Januar: 9. Etappe, Copiapó (RCH)-La Serena (RCH). Harte, steinige Offroad-Abschnitte einerseits, schnelle Abschnitte über Schotter andererseits - die Etappe zwischen Copiapó und dem Seebad La Serena fordert Mensch und Material gleichermaßen. Auf der neunten Wertungsprüfung der "Dakar" sind die Navigatoren gefragt: Zahlreiche Abzweige in Canyons müssen korrekt eingeschlagen werden, um keine Zeit zu verlieren.

 

GALERIE: Die Bilder der Rallye Dakar 2010... 

 

Tageszusammenfassung Dakar 2010 - 8. Etappe:

 

« zurück