Schlammiger Dakar-Start

Regen und Sturm zum Auftakt

Statt heißer Wüstensand, erwarten die Teilnehmer der 30. Rallye Dakar zunächst kalte und schlammige Bedingungen.

<strong>KÜHL UND NASS:</strong> Der Dakar-Auftakt findet im Regen statt

Am kommenden Samstag startet die 30. Rallye Dakar. In der portugiesischen Hauptstadt Lissabon, wo die rund 580 Teilnehmer über die Startrampe rollen werden, laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, die ganze Stadt hat sich herausgeputzt, um die Teams aus aller Welt gebührend zu feiern.

 

Doch die Begrüßung alles andere als warm und herzlich, im Gegenteil: Es schüttete wie aus Kübeln, dazu wehte ein kräftiger Wind.Die Wettervorhersage verheißt weiterhin nichts Gutes, bis Samstag soll es in und um Lissabon fast ununterbrochen weiterregnen – auf der teilweise sehr sandigen ersten Sonderprüfung muss man daher auf eine Schlammschlacht vorbereitet sein.

 

Für Buggy-Pilot Raphael Sperrer kein Problem. „Wenn das Wetter so schlecht bleibt, soll mir das auch Recht sein“, sagt er. „Das kommt uns vielleicht sogar entgegen: Bei solch schmierigen Verhältnissen werden die ganzen „Trockenpiloten“ nämlich ziemlich schwimmen“, grinst Sperrer, der aber weiß, dass die ersten Kilometer in Europa auch für ihn nicht einfach werden: „Wenn die Prüfungen ähnlich eng sind, wie in den letzten beiden Jahren, dann ist das für unseren großen Buggy nicht unbedingt super. Aber wir machen das schon!“

 

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Am morgigen 3. Januar müssen sich die Teilnehmer der technischen und administrativen Abnahme stellen. Dabei werden nicht nur die Fahrzeuge von den Organisatoren genauestens unter die Lupe genommen, auch Fahrer und Beifahrer müssen ein umfangreiches Programm durchlaufen. 

 

Vor allem die verschiedenen Sicherheits- und Notfallmaßnahmen werden erläutert, der Umgang mit dem GPS-System erklärt. Fast sechs Stunden müssen die Piloten die „Schulbank“ drücken – eine Ritual, dass auch den absoluten „Dakar-Superstars“ wie Carlos Sainz oder Stéphane Peterhansel nicht erspart bleibt. „Absolut zu Recht“, konstatiert Sperrer: „Auch wenn man es schon zehn Mal gehört hat, kann das nicht schaden. Im Ernstfall muss jeder in der Sekunde wissen, was zu tun ist. Eine Rallye über 9.000 Kilometer, quer durch die Wüste, das ist kein Kinderspiel!“

 

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