Steigender Umsatz

R5-Verkauf und Rallye Jeunes: Gute Zeiten für M-Sport

Gefühlsachterbahn für Malcolm Wilson. Der 'Brexit' kurbelte zwar den Verkauf des Fiesta R5 an, doch der M-Sport-Chef rechnet durch den EU-Ausritt in der Zukunft mit Nachteilen für seine Firma. Währenddessen kann er in Frankreich einen Überraschungs-Coup landen.

Kaum hatten die Briten fu?r den „Brexit“ genannten EU-Austritt gestimmt, stu?rzte das Pfund ab. Mit gravierenden Folgen für M-Sport, wo Kundensportchef Richard Millner und Boss Wilson die Wärungskurse fest im Blick haben.

„Das Telefon steht kaum noch still“, sagt Millner. „Denn durch die Abwertung ist unser Ford Fiesta R5 auf einen Schlag rund 28.000 Euro gu?nstiger geworden und liegt mit knapp u?ber 230.000 Euro fu?r ein voll ausgestattetes und einsatzbereites Auto wieder zwischen den PSA-Modellen und dem Fabia R5 von Skoda.“

Prompt verkaufte man M die im Aufbau befindlichen Chassisnummern 170 bis 175, und hat damit so viele Autos wie alle Konkurrenten (Skoda ca. 70, Citroën und Peugeot je 50) zusammen an den Mann gebracht.

Wilson sieht den kurzfristigen Erfolg aber auch skeptisch: „Auch wir sind von den Marktgesetzen der EU abhängig. Zwar erledigen wir die Entwicklung und den Motorenbau mittlerweile in unserem Hause, der Großteil der Teile kommt aber aus EU-Ländern: Kurbelwellen aus Italien, Kolben aus Deutschland und so weiter. Ich befu?rchte, der Brexit wird der Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens eher schaden. Aber noch kann das niemand absehen.“

FFSA wählt Fiesta R2 aus

Unterdessen kann sich Wilson über einen besonderen Coup seiner Firma freuen. Der französische Verband wählte M-Sport als neuen Partner für das weltberühmte Nachwuchsprogramm Rallye-Jeunes aus. Zukünftig werden die Talente nicht mehr mit einem Citroën DS3 R1, sondern mit einem Ford Fiesta R2T. Nach einem Jahr in der französischen Meisterschaft steigt der Schnellste 2018 direkt in die WRC3 auf.

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