EM 2018

Neubauer vor besonderer Herausforderung

Ex-Staatsmeister Hermann Neubauer wechselt vom World Rally Car in ein R5-Fahrzeug und greift in der Europameisterschaft an. Dort muss er sich gleich zu Saisonbeginn einigen besonderen Herausforderungen stellen.

Nach der ersten Testfahrt mit dem nagelneuen Ford Fiesta R5 von M-Sport, der durch das Team von ZM-Racing eigens für die Rallye-Europameisterschaft (ERC) angeschafft wurde, ist Hermann Neubauer zufrieden, aber gleichzeitig realistisch.

„Der Test hier war gut, das Auto fährt nach unserer Abstimmungsarbeit perfekt, genauso wie ich mir das vorstelle. Die Voraussetzungen auf technischer Seite sind super, da kann ich mich zu einhundert Prozent auf die exzellente Arbeit von Max Zellhofer und seinen Jungs verlassen. Allerdings muss man ganz klar sagen, dass wir eine gewisse Eingewöhnungsphase brauchen werden. Die Umstellung vom WRC auf den R5 ist nicht riesig, aber sie ist da.“

Doch nicht nur der Fahrzeugwechsel ist für Neubauer eine Herausforderung, auch das ausgiebige Streckenbesichtigen, das er aus Österreich kennt, entfällt. Wie allgemein üblich dürfen in der EM die einzelnen Strecken nur zwei Mal besichtigt werden. „Die Prüfungen haben sich gegenüber meinem Start vor fünf Jahren stark verändert. Und wir müssen schauen einen guten Schrieb zu erstellen“, so Neubauer.

Als „Tiefstapeln“ sieht der Ex-Staatsmeister seine vorsichtige Prognose nicht: „Überhaupt nicht, hier sind 35 R5 Teams am Start, darunter eine Menge international erfahrene und schnelle Piloten wie Alexey Lukyanuk. Natürlich habe ich mir persönlich ein engagiertes Ziel gesetzt – aber ich werde bestimmt nicht so vermessen sein und glauben, ich könnte bei meinem ersten internationalen Start seit Jahren sofort eine Top-Platzierung herausfahren. Wichtig ist, dass wir die Rallye ohne Zwischenfall absolvieren und unser Tempo kontinuierlich steigern. Je länger wir im Auto sitzen, desto größer wird das Selbstvertrauen. Wir haben in dieser Saison noch ausreichend Gelegenheit, uns in diesem Klassefeld zu beweisen.“

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