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Mundl greift nach Führung

Zur Halbzeit des diesjährigen Mitropa-Rally-Cups, der Rallye-EM für Amateure und Privatfahrer, treffen sich die Protagonisten zum zweiten Mal in Österreich.

<strong>Favorit:</strong> Raimund Baumschlager

Anlass ist die CASTROL-Rallye mit Start und Ziel in Althofen (ca. 25 km nördlich Klagenfurt) am Wochenende des 17. und 18. Juni 2005. Dort stehen an zwei Rallyetagen insgesamt 13 Sonderprüfungen mit ca. 220 Kilometern innerhalb einer Gesamt-Rallyelänge von 480 Kilometern auf dem Programm. Der Schotteranteil beträgt am ersten Tag 10 %, am zweiten 25 %.

 

Dreh- und Angelpunkt ist der Hauptplatz in Althofen, wo die Rallye am 17. Juni um 12:12 Uhr gestartet wird und die maximal 100 Teilnehmer ab 19:27 Uhr zum Etappenziel eintreffen. Am Samstag, dem 18. Juni wird von dort bereits ab 7:20 Uhr zur zweiten Etappe gestartet, das endgültige Ziel der CASTROL-Rallye erreichen die Teilnehmer dann ab etwa 18 Uhr. Der zentrale Serviceplatz befindet sich am Holzlagerplatz der Fa. Tilly in Althofen, die Rallyeleitung dagegen im Althofener Kulturhaus.

 

Die CASTROL-Rallye zählt zur österreichischen Staatsmeisterschaft und zu etlichen weiteren Meisterschaften und Pokalserien, darunter vor allem zum Mitropa-Rally-Cup, bei dem die Slowenen Tomaz Kaucic und Peter Zorenc mit einem dritten Platz im Gesamtklassement der 28. HELLA-Saturnus-Rallye (in ihrer Heimat) ihre Führung nicht nur behalten, sondern auf 152 Punkte sogar etwas ausgebaut haben. Allerdings stürmt der amtierende österreichische Staatsmeister Raimund Baumschlager mit seinem Red-Bull Mitsubishi Lancer EVO VIII in Riesenschritten auf der Überholspur einher (130 Punkte), denn obwohl er dem Auftakt im bayerischen Oberland fernblieb, hat er mit seinen beiden Gesamtsiegen im österreichischen Lavanttal und bei der Saturnus-Rallye mächtig Boden gutgemacht und könnte mit einem ähnlichen Ergebnis, mit dem slowenischen Subaru Impreza-WRX-Team zumindest annähernd punktemäßigen Gleichstand herstellen.

 

Auf den Plätzen drei und vier der Fahrerwertung folgen der Tscheche Jiri Tosovsky (120 Punkte) und der zweimalige Deutsche Rallyemeister Hermann Gassner (117 Punkte), beide auf Mitsubishi Lancer EVO. Auf den weiten Plätzen rangieren die Slowenen Rok Turk (Peugeot 206/87 P.) und Darko Peljhan (Mitsubishi Lancer EVO/85) und dann die Italiener Claudio deCecco (Subaru Impreza/79), Norberto Droandi (Peugeot 106/77), Guido Sansonetto (Renault Clio/73) und Lino Acco (Renault Clio Maxi/69).

 

In der getrennten Beifahrerwertung sieht es etwas anders aus, da nicht alle Beifahrer in den Mitropa-Rally-Cup (MRC) eingeschrieben sind und sich durch die zusätzlichen Punkte im MRC-Klassement punktemäßige Verschiebungen zu den jeweiligen Fahrern ergeben. So hat Peter Zorenc als Führender der Beifahrerwertung schon 166 Punkte und da ?Mundl? Baumschlagers Co nicht eingeschrieben ist, rangiert auf Platz zwei bereits Michal Slama, der Beifahrer von Jiri Tosovsky mit 133 Punkten. Auf Platz drei liegt mit 98 Punkten der Slowene Loznar Kranjc Enej, der Beifahrer von Rok Turk vor seinem Landsmann Igor Kacin (94 P.), dem Co von Darko Peljhan. Auf den weiteren Plätzen folgen Gianfranco Franzin (Beifahrer bei Guido Sansonetto) und Mauri Iacolutti (Co bei Norberto Droandi (alle Italien)) mit jeweils 93 Punkten. Jean Campeis, der mit Claudi deCecco amtierende MRC-Champion rangiert wie der Fahrer auf Platz sieben, allerdings mit 84 Punkten.

 

Auf der Nennliste der CASTROL-Rallye standen zum Redaktionsschluss 99 Teams, darunter insgesamt 35 Teilnehmer vom Mitropa-Rally-Cup, worunter sich noch neun Teams befinden, die im historischen Mitropa-Rally-Cup antreten. Im einzelnen haben die Österreicher Raimund Baumschalger und Thomas Zeltner genannt, die Slowenen Darko Peljhan und Igor kacin, die Deutschen Ruben Zeltner und Dieter Hawranke (alle Mitsubishi Lancer EVO) sowie die Führenden Thomas Kaucic/Peter Zorenc (Slowenien) auf ihrem Subaru Impreza WRX STI.

 

Ihm zur Seite steht sein italienischer Markenkollege Claudi deCecco mit Copiloten Jean Campeis und mit von der Partie sind auch wieder die weiteren Mitsubishi Lancer-Teams Thomas Wallenwein/Marco Poschner (Deutschland), ?Toto? Wolff/Gerald Pöschl (Österreich) und Jiri Tosovsky/Michal Slama (Tschechien); neu dagegen sind die Österreicher Alfred Kramer und Siegmund Sappl (ebenfalls Mitsubishi Lancer EVO). Die Meute der historischen Mitropa-Rally-Cup-Teilnehmer werden von den österreichischen Teams Lindner/Blechinger und Lampelmaier/Quendler (beide Ford Escort RS 2000) angeführt, dazu kommen unter anderem noch die beiden Porsche 911-Teams ?Sepp Gruber?/Güner Hain (Österreich) und Edoardo Muner/Eugenio Picotti (Italien).

 

Weitere Informationen gibt es unter www.mitropa-rally-cup.de, die endgültige Nennliste mit Angabe der jeweiligen Startnummer wird unter www.castrol-rallye.at zur Verfügung gestellt.

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