NEUER FABIA R5

Hrabánek: Kundensport wichtiges Geschäft

Als vorerst letzter Hersteller steigt Skoda in das lukrative R5-Segment ein. Will man sich dort gegen die etablierte Konkurrenz durchsetzen, muss der Fabia ein Siegertyp sein. Sportchef Michal Hrabánek über die Herausforderungen in der Entwicklung des neuen Hoffnungsträgers.

Was sind die größten Unterschiede vom Fabia R5 im Vergleich zum Fabia Super 2000?
Generell ist der Fabia R 5 ein komplett neu entwickeltes Auto. Der größte und für den Fahrer spürbare Unterschied ist sicher der 1,6-Liter-Turbomotor. Das nach dem FIA-Reglement entwickelte Triebwerk bringt eine deutliche Änderung zum Zweiliter-Sauger, der im Fabia Super 2000 zum Einsatz kam. Hier konnten wir auch auf das Wissen von Volkswagen Motorsport zurückgreifen, die in der Weltmeisterschaft viele Erfahrungen im Umgang mit dem Turbomotor gesammelt haben. Neu ist auch das durch das Reglement vorgeschriebene sequentielle Fünfgang-Getriebe. Der Fabia Super 2000 hatte sechs Gänge und ein Mindestgewicht von 1.200 kg. Beim neuen Fabia R5 sind es 1.230 kg.

Wie hat das Projekt begonnen und was waren die wichtigsten Schritte bis heute?
Wir haben im Januar 2014 aktiv mit der Entwicklungsarbeit begonnen. Jeder Entwicklungsschritt, jeder Test, jeder gefahrene Kilometer und jedes Mitglied des Teams waren extrem wichtig für den Erfolg des Projekts. Ich möchte mich wirklich bei allen im Team von Skoda Motorsport bedanken. Wir haben gemeinsam alle Hindernisse auf dem Weg beseitigt. Die größte Spannung haben wir natürlich vor der Homologation gespürt. Das war nach den vielen Monaten der harten Arbeit der Moment der Wahrheit.

Welche Rolle haben die Testpiloten bei der Entwicklung des neuen Rallye-Fahrzeugs gespielt?
Sie sind sozusagen der Spiegel des Verhaltens des Rallye-Fahrzeugs auf der Straße. Nicht alles kann mit Maschinen oder Computern gemessen werden, wichtig ist auch das Gefühl des Piloten im Auto – gerade im Rallyesport. Deshalb waren auch mehrere erfahrene Piloten für uns im Einsatz. Unsere Ingenieure haben von den Aussagen unserer Testfahrer Jan Kopecký, Esapekka Lappi, Freddy Loix, Pontus Tidemand und Raimund Baumschlager sehr profitiert.

Worin bestanden die größten Herausforderungen bei der Entwicklung des neuen Autos?
Die größte Herausforderung war sicher, die FIA-Regeln für die R5-Kategorie lückenlos umzusetzen. Die Nähe zur Serie wird hier nämlich groß geschrieben. Als Limit für den Endpreis des Autos sind dort 180.000 Euro festgeschrieben. So mussten wir viele Serienteile benutzen und unter schwierigsten Bedingungen testen. Von uns erwartet schließlich jeder die Skoda typische Zuverlässigkeit.

Wo wird der Fabia R5 in dieser Saison für Skoda Motorsport zum Einsatz kommen?
In der WRC-2-Kategorie der Rallye-Weltmeisterschaft werden unsere Europameister Esapekka Lappi und Janne Ferm an den Start gehen. Die Asien-Pazifik-Champions Jan Kopecký und Pavel Dresler treten vornehmlich in der tschechischen Rallye-Meisterschaft an. Wir wollen unseren neuen Fabia R5 natürlich auch in unserem Kernmarkt China zeigen. Deshalb werden wir unser neues Rallye-Fahrzeug auch im Saisonverlauf der Asien-Pazifik-Meisterschaft den Fans präsentieren. Dort wird unser neues Team mit Pontus Tidemand und Emil Axelsson fahren, mit dem wir uns für die Zukunft noch stärker aufstellen wollen. Pontus Tidemand und Jan Kopecký werden im Saisonverlauf auch punktuell in der WRC2 zum Einsatz kommen.

Wie wichtig ist das Kundenprogramm für Skoda Motorsport?
Das Kundenprogramm ist ein wichtiger Geschäftsfaktor für Skoda Motorsport. Die Erträge helfen natürlich dabei, die weitere Entwicklung zu finanzieren. Vor allem aber dient unser Kundenprogramm als Multiplikator der Werbung für die ganze Marke. Die Einsätze der Kundenautos in den nationalen Meisterschaften sind die perfekte Plattform für unsere Skoda Märkte, die so ihre Kunden erreichen können. Hoffentlich, wie schon beim Fabia Super 2000, wieder mit vielen sportlichen Erfolgen.

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