Ypern-Rallye nach WP18

Hänninen gewinnt in Ypern

Es ist erst der zweite finnische Sieg im Westhoek: Ungefährdet fährt Juho Hänninen Platz eins ins Ziel. Freddy Loix kann nur zusehen. Für Andreas Mikkelsen ist Ypern auch 2012 kein gutes Pflaster.

<strong>NEUER REKORD:</STRONG> Juho Hänninen fährt in Ypern seinen zehnten IRC-Sieg ein

Die endgültige Entscheidung über den Ypern-Sieg fiel bereits zu Beginn der zweiten Etappe. Nachdem Andreas Mikkelsen am Freitag nach einem Dreher noch mit einem blauen Auge davongekommen war, wurde die längste Wochenend-Prüfung "Heuvelland" dem 23-Jährigen dann endgültig zum Verhängnis. Nach einem Abflug musste er den Skoda mit einer gebrochenen Aufhängung wie schon im Jahr 2011 abstellen - an seiner Führung in der IRC-Gesamtwertung ändert das jedoch nichts.


Nach dem Ausfall des Skoda-Kollegen sah es nach einem sicheren Sieg für Juho Hänninen, der am Freitag fünf von sechs Bestzeiten eingefahren hatte, aus. Und doch kam kurz Spannung auf: Der Finne schüttelte über die "75 Millionen Abzweigungen" den Kopf, Lokalmatador Freddy Loix rückte durch drei Bestzeiten wieder etwas näher heran.


Aber Fast Freddy kämpfte in diesem Jahr mit stumpfen Waffen: Gegen den Skoda-Speed konnte der Ypern-Rekordhalter in seinem Peugeot 207 nichts ausrichten. Loix gab aber auch zu: "Juho ist in bestechender Form. Allerdings bin ich eigentlich nicht sonderlich überrascht, dass er so schnell ist. Schließlich bin ich zwei Jahre gegen ihn gefahren." Hänninen gewann zwölf der 18 Ypern-Prüfungen und beendete den sechsten IRC-Lauf mit 45,6 Sekunden Vorsprung auf Loix. Nach Henri Toivonen im Jahr 1984 ist er erst der zweite Finne, der die legendäre Asphalt-Veranstaltung gewinnt.


Pieter Tsjoen beeindruckte beim ersten Auftritt im Skoda Fabia S2000 mit Rang drei und sicherte sich nebenbei weitere Punkte auf dem Weg zum achten belgischen Titel. Als viertschnellster, allerdings außerhalb der IRC-Wertung, fuhr Patrick Snijers im Mini ins Ziel. Dahinter landeten Michal Solowow und Patrik Flodin, der sich nach einem Problem mit der Antriebswelle am Samstagmorgen unter anderem durch eine zweitbeste Zeit wieder nach vorne gearbeitet hatte.


Ungefährdet gewann Andreas Aigner im Subaru Impreza R4 STI die Produktionswagen-Wertung. "Keine größeren Probleme, keine schwerwiegenden Fehler: Der erste Start hier war einfach fantastisch."
Unter den 2WD war Martin Kangur (Honda Civic Type R) der Schnellste. Christian Riedemann, der zum Auftakt im Graben stecken blieb und sieben Minuten Zeit verloren hatte, fuhr mit sechs von zwölf Samstags-Bestzeiten noch in die Top Ten: Platz neun und Gesamtrang 23.


Sepp Wiegand trat in Ypern nicht an. Sein Start wurde kurzfristig abgesagt, weil der 21-Jährige nach offiziellen Angaben von Skoda Deutschland plötzlich an einer Magen-Darm-Grippe erkrankt war. Die Diagnose erwies sich offensichtlich als Fehlalarm, am Wochenende zeigte er sich gut erholt als Zuschauer bei einer nationalen Rallye.

 

Ypern-Rallye 2012 - Endergebnis
01. Hänninen-Mikko Markkula (Skoda Fabia S2000) 2:36:52,7
02. Freddy Loix-Lara Vanneste (Peugeot 207 S2000) +46,5
03. Pieter Tsjoen-Eddy Chevaillier (Skoda Fabia S2000) +2:14,6
04. Patrick Snijers-Johan Gitsels (Mini JCW) +2:55,7
05. Michal Solowow-Maciej Baran (Peugeot 207 S2000) +5:25,4
06. Patrik Flodin-Göran Bergsten (Ford Fiesta S2000) +5:55,5
07. Mathias Viaene-Pieter Vyncke (Peugeot 207 S2000) +9:37,8
08. Jonas Langenakens-Nico Beernaert (Peugeot 207 S2000) +9:55,6
09. Andreas Aigner-Daniela Ertl (Subaru Impreza STi) +10:27,1
10. Antonin Tlustak-Jan Skaloud (Skoda Fabia S2000) +10:38,9

 

GALERIE: Die Bilder der Ypern-Rallye 2012 ...

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