Barum-Rallye nach WP9

Hänninen behauptet Führung

Dank zweier Bestzeiten kann Juho Hänninen die Führung bei der Barum Rally weiter ausbauen, die Markenkollegen Jan Kopecky und Andreas Mikkelsen folgen dahinter. Sepp Wiegand beendet den Tag als Zwölfter.

<strong>BAUT FÜHRUNG AUS:</strong> Skoda-Pilot Hänninen

Auf der letzten Schleife der heutigen Etappe kann sich Juho Hänninen trotz schwieriger Bedingungen mit viel Matsch und Nebel an der Spitze etwas absetzen. „Es war eine der schlimmsten Prüfungen, die ich je gefahren bin“, sagte der Skoda-Pilot. „Doch meine Reifenwahl war gut, die Beste am heutigen Tag.“ Seinen Vorsprung von gerade mal 2,4 Sekunden konnte Hänninen am Nachmittag leicht ausbauen und beendet den Tag mit 11,4 Sekunden Vorsprung auf Lokalmatador Jan Kopecky, der sich mit diesem Ergebnis vorzeitig den Titel in der tschechischen Meisterschaft sichern konnte.

 

Auf Position drei folgt der amtierende IRC-Champion Andreas Mikkelsen. Der Norweger lieferte sich heute zunächst ein spannendes Duell mit Juho Hänninen und behauptete drei Prüfungen lang die Spitzenposition. Doch am Nachmittag klagte Mikkelsen zunächst über plötzlich fehlende Streckenbegrenzungen, die ihm das Vertrauen in den eigenen Aufschrieb nahmen. Dann passte das Setup nicht mehr und der Skoda-UK-Pilot konnte die Zeiten vom Vormittag nicht mehr wiederholen. Im Etappenziel beträgt sein Rückstand jedoch mittlerweile 29.4 Sekunden. „Es war schwierig“, sagte Mikkelsen im Ziel der letzten Prüfung. „Im Nebel habe ich wenig gesehen, mich dementsprechend unwohl gefühlt und viel Zeit verloren.“

 

Für Skoda ist das IRC-Heimspiel bislang ein gutes Pflaster, einzig Vaclav Pech schafft es im Etappenziel am Steuer des privat eingesetzten Mini auf die sechste Position. Vor ihm liegen die einheimischen Skoda-Privatiers Tomás Kostka und Roman Kresta. Der Ire Robert Barrable im weiteren Fabia folgt auf Position sieben, er setzte sich gegen seine Markenkollegen Karl Kruuda und Jaromir Tarabus, sowie gegen Andreas Aigner im schnellsten Fahrzeug der Produktionswagen-Kategorie durch.

 

Hinter dem Polen Micha? So?owow beendet Sepp Wiegand die Etappe auf Rang zwölf. Nach einem Ausrutscher in der siebten Prüfung verlor der Youngster viel Zeit und musste sich zwischenzeitlich mit Position 15 zufrieden geben. „Ich habe es beim zweiten Durchgang etwas langsamer angehen lassen“, gab die deutsche Nachwuchshoffnung im Etappenziel zu. „Diese Prüfung ist schließlich etwas Spezielles für mich. Hier hatte ich den ersten Unfall meines Lebens überhaupt. Aber ich muss weitlernen und habe bereits sehr viel gelernt.“ Nur dank der Hilfe einiger Zuschauer konnte der 21-jährige die Fahrt nach fast einer anderthalb minütiger Unterbrechung fortsetzen. Anschließend lieferten seine Mechaniker perfekte Arbeit ab und reparierten alle Schäden am Fabia. „Riesenkompliment an unsere Truppe - ich wusste nicht, ob das Auto so schnell zu reparieren ist, aber nach 30 Minuten sah es so gut wie neu aus“, lobte Sepp Wiegand die Arbeit der JUKA-Mannschaft.

  

Zwischenstand nach WP9 von 15

01. Hänninen Juho/Markkula Mikko, Škoda Fabia S2000 1:22:57.1

02. Kopecký Jan/Dresler Pavel, Škoda Fabia S2000 +11.4

03. Mikkelsen A./Floene Ola, Škoda Fabia S2000 +29.4

04. Kostka Tomáš/Houš? M., Škoda Fabia S2000 +48.1

05. Kresta Roman/Gross Petr, Škoda Fabia S2000 +56.7

06. Pech Václav/Uhel Petr, Mini John Cooper Works S2000 +1:22.8

07. Barrable Robert/Loudon Stuart, Škoda Fabia S2000 +3:01.9

08. Kruuda Karl/Järveoja M., Škoda Fabia S2000 +3:05.1

09. Tarabus Jaromir/Trunkát Daniel, Škoda Fabia S2000 +3:26.2

10. Aigner Andreas/Minor Ilka, Subaru Impreza Sti R4 +3:32.7

 

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