APRC 2014

Erster Sieg für Atkinson im Golf SCRC

Während Jan Kopecký (Skoda Fabia S2000) die APRC-Wertung der China Rally Longyou gewann, feierte Chris Atkinson (Volkswagen Golf SCRC) den chinesischen Laufsieg.

Schon in der Showprüfung zum Auftakt hatten Jan Kopecký (Skoda Fabia S2000) in der APRC- und Chris Atkinson (Volkswagen Golf SCRC) in der CRC-Wertung die Nase vorn. Und der frisch gebackene Asien-Pazifik-Meister hatte es bei seinem ersten Start in China nur zu Beginn mit dem Teamkollegen Gaurav Gill zu tun, der bis zur fünften Prüfung die Führung behauptete. Der Inder überspannte jedoch in der darauffolgenden Prüfung den Bogen und überließ dem Tschechen das Feld. Zweiter mit fast vier Minuten Rückstand wurde der Japaner Yuya Sumiyama (Subaru Impreza WRX N16). 

Der chinesische Meisterschaftslauf hingegen wurde überschattet vom tragischen Unfall des Subaru-Piloten Xie Chengxun. In der sechsten Prüfung kam der Chinese von der Strecke und landete in einem See. Während der Beifahrer Xie Zongyou den Unfall ohne Blessuren überstand, kam für Xie Chengxun jede Hilfe zu spät. Die Veranstalter sagten jegliche Feierlichkeiten nach der Zieldurchfahrt daraufhin ab.

Stohl: „Prodrive schießt mit Kanonen auf Spatzen“

Den Sieg holten der Australier Chris Atkinson und sein belgischer Beifahrer Stéphane Prévot beim Debüt des von Prodrive entwickelten FAW-Volkswagen Golf SCRC. Manfred Stohl landete im Beijing Auto E150 mit seiner Copilotin Tina Maria Monego auf Platz zwei. Doch leider nur auf dem Papier – denn zwei Stunden nach der Rallye kam die Disqualifikation. „Ich hab’s schon befürchtet“, meinte Stohl, „im Eifer des Gefechts sind wir kurz vor Schluss leider eine Zeitkontrolle falsch angefahren und haben diese dann zu spät erreicht.“ 

Siegchancen hatte sich Stohl von Anfang an nicht ausgerechnet. „Prodrive hat mit dem Golf SCRC mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Das ist aus unserer Sicht wie wenn du mit einem Gruppe-N-Auto gegen ein World Rally Car fahren musst.“ Das relativ offene Reglement bei diesem chinesischen Meisterschaftslauf macht solche ungleichen Duelle möglich.

Das Erlebnis Longyou 2014 möchte der Routinier Stohl trotzdem nicht missen. „Es war ein Abenteuer vom Anfang bis zum Schluss. Allein das Fahrverhalten der Einheimischen und die gigantischen Ausmaße. Wenn du hier in den öffentlichen Verkehr eintauchst, bist du jedes Mal auf deiner eigenen Prüfung unterwegs, nur dass eine echte Wertungsprüfung wahrscheinlich gar nicht so gefährlich ist.“

Endstand China Rally Longyou 2014 - APRC:
1. J. Kopecký/P. Dresler (Skoda Fabia S2000) 2:57:10,3
2. Y. Sumiyama/N. Kase (Subaru Impreza WRX N16) +3:57,2
3. M. Young/M. Read (Proton Satria Neo) +24:52,2

Endstand China Rally Longyou 2014 - CRC:
1. C. Atkinson/S. Prévot (Volkswagen Golf SCRC) 2:51:56,0
2. J. Fu/Y. Chen (Subaru Impreza WRX R4) +26:51,9
3. X. Li/Q. Jiang (Subaru Impreza WRX R4) +32:45,6

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