ERC 2020

Erneut hohe Geldstrafe für Hyundai Motorsport

Die Rally Fafe Montelongo hat für Hyundai Motorsport noch ein bitteres Nachspiel. Weil die Offiziellen Verstöße gegen die Homologation feststellten, muss die Marke tief in die Tasche greifen.

Hyundai-Teamchef Andrea Adamo ist ein Mann großer Worte und noch größerer Gesten. Gerne erklärt der Italiener seine Sicht der Dinge, aktuell mit Bezug auf die kommende Generation der World Rally Cars. Dabei hat Adamo intern einige Baustellen, denn nun trifft es seine Kundensportabteilung.

Bei der Rally Fafe Montelongo nahmen die Offiziellen den Hyundai i20 R5 von Iván Ares genauer unter die Lupe. Dabei stellte sich heraus, dass das in den Seitentüren verwendete Sicherheitsmaterial in drei von vier Fällen nicht mit der Homologation übereinstimmte – einmal sogar mit einer Abweichung von 542 Gramm bei einem Gewicht von 2.200 g. Die FIA fordert auf jeder Fahrzeugseite die Verwendung von mindestens 60 Litern des speziellen Schaumstoffs (BASF Neopolen P9235), im Falle des untersuchten i20 fehlten 17% davon.

Bereits in Schweden negativ aufgefallen

Weil Hyundai in diesem Bereich bereits bei der Rallye Schweden negativ aufgefallen war, machte die FIA deutlich, dass es offenbar ein Problem in der Qualitätskontrolle in Alzenau gibt und weil es sich um ein sicherheitsrelevantes Bauteil handelt, verdonnerte man den Hersteller zu einer saftigen Geldstrafe von 60.000 Euro – 30.000 Euro sind sofort fällig, der Rest erst, wenn sich Hyundai in der diesjährigen oder der nächsten Saison der Rallye-Europameisterschaft erneut einen solchen Fauxpas erlaubt.

Andrea Adamo dürfte die nächsten intensive Gespräche vor allem mit seiner Qualitätsabteilung führen, zuletzt hatte man auf Sardinien wegen eines zu leichten Hilfsrahmen im i20 WRC ebenfalls 30.000 Euro an den Weltverband überweisen müssen.

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