Rallye News

Duval gewinnt die Condroz

Ein sowohl qualitativ als auch quantitativ gutes Starterfeld sorgte im belgischen Huy bei gutem Wetter für ein Rallye-Wochenende nach Maß.

<strong>GUTER ZWEITER:</strong> Bruno Thiry im Peugeot 307 WRC

Von Beginn an sollte der letztjährige Australien-Sieger Francois Duval die Führung beim belgischen Klassiker übernehmen und trotz der starken Konkurrenz zeigte der Skoda-Pilot sowohl Bruno Thiry als auch Pieter Tsjoen ihre Grenzen auf. Am ersten Tag gingen zehn von zwölf WP-Bestzeiten auf das Konto des jungen Belgiers, am zweiten Tag konnte er es etwas ruhiger angehen und ließ sich fünf weitere auf sein Konto gutschreiben.

 

Bruno Thiry bei seinem ersten Einsatz im Peugeot 307 WRC versuchte zwar zu Beginn der zweiten Etappe seinen Rückstand zu verkürzen, doch der Rückstand in den Prüfungen siebzehn und achtzehn warf den ehemaligen Europameister aussichtslos zurück. Im Ziel fehlten 1:32.1 Minuten.

 

Ebenfalls nicht ganz zufrieden zeigte sich Pieter Tsjoen, der noch zu Beginn versucht hat das Tempo des WM-Gaststarters mitzugehen. Im Ziel fehlten jedoch nach vierundzwanzig Wertungsprüfungen fast sieben Minuten auf den dominierenden Francois Duval und Co Andre Leyh im Skoda Fabia WRC von First Motorsport.

 

Trotzdem reichte der Podest-Platz dem Ford-Piloten zum wiederholten Titelgewinn der belgischen Rallyemeisterschaft. Sein Beifahrer Eddy Chevaillier sicherte sich diesen schon im Vorfeld, wegen der gemeinsamen Teilnahme mit Kris Princen bei der diesjährigen Ypres Westhoek Rally.

 

Nicht nur das gute Starterfeld und das sonnige Herbstwetter sorgten für riesige Zuschauerströme und Verkehrschaos rund um das belgische Huy. Im Mittelpunkt standen v.a. die als Vorausautos agierenden Super 2000-Fahrzeuge. Mit der Nummer ´01´ ging Freddy Loix vor dem Feld ins Rennen mit dem von Rene Georges Rallysport eingesetzten Volkswagen Polo, der die Europa-Premiere feierte.

 

Nach ihm startete Bryan Bouffier bei der zweiten Ausfahrt des Peugeot 207, was einen guten Zeitenvergleich garantierte. Während der Franzose den noch nicht homologierten Peugeot am ersten Tag vorzeitig abstellen mußte, zeigte sich Loix angenehm überrascht und freute sich über bessere WP-Zeiten, wie der Gruppe N-Sieger und Gesamtvierte Larry Cols im Mitsubishi Lancer Evo IX.

 

Den Sieg in der S1600-Kategorie entschied überraschend Alexandre Busin zu seinen Gunsten, nachdem die starke Konkurrenz mit Problemen zu kämpfen hatte. Für eine faustdicke Überraschung sorgte wie schon beim Europameisterschaftslauf in Polen der JWRC-Pilot Kris Meeke, der im Citroen C2-R2 das Feld der S1600er anführte und Gesamtsiebter nach der ersten Etappe war. In der zwanzigsten Wertungsprüfung traten jedoch Motorprobleme am Fahrzeug auf und schon zwei Prüfungen später folgte das Aus.

 

Überschattet wurde das Rallye-Fest im Vorfeld vom schweren Unfall des Porsche-Piloten Timothy Van Parijs, der beim Shakedown verunfallte. Der ehemalige Divison 2-Champ liegt momentan auf der Intensivstation eines Krankenhauses in Lüttich und trotz der schweren Verletzungen sind die Ärzte zuversichtlich, dass Van Parijs sich vom Unfall schnell erholen wird.

 

Endstand der Rallye Condroz-Huy 2006:

1. F. Duval/A. Leyh - Skoda Fabia WRC 2:26:02.1

2. B. Thiry/ Jamoul - Peugeot 307 WRC + 1:32.1 Minuten

3. P. Tsjoen/E. Chevaillier - Ford Focus WRC + 6:59.0

4. L. Cols/F. Godde - Mitsubishi Lancer E9 Gr. N + 9:16.0

5. H. Deferm/W. Klein - Subaru Impreza WRC + 15:02.5

6. Y. Bodson/H. Lecomte - Audi S2 + 15:44.0

7. P. Van Hoof/N. Leermakers - Mitsubishi Lancer E4 Gr. A + 16:25.7

8. D. Jullien/D. Helson - Subaru Impreza 555 Gr. A + 17:22.5

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