SCORE San Felipe 250

Der härteste Geländeritt

Die SCORE San Felipe 250 auf der berühmt-berüchtigten Baja California gilt als der "Knochenbrecher" in der wildesten Offroadserie der Welt.

<strong>VOLLE KRAFT VORAUS:</strong> 400 Kilometer nonstop über härteste Gelände

Einen Weckruf braucht in San Felipe niemand – zumindest nicht am kommenden Wochenende. Am 14. und 15. März 2008 kehren die wildesten und stärksten Vertreter der US-Offroadserie SCORE zum ersten von drei Gastspielen dahin zurück, wo alles begann: auf die mexikanische Halbinsel Baja California. Der Andrang ist, wie schon beim Saisonauftakt im US-Bundesstaat Nevada, riesig: Knapp 300 Autos, Trucks und Motorräder haben zur SCORE San Felipe 250, dem zweiten von sechs Läufen, der am härtesten umkämpften Offroad-Rennserie der Welt, genannt. Vorn dabei statt nur mittendrin ist Armin Schwarz und das All German Motorsport Team (AGM). Mit dem ehemaligen Deutschen- und Europa-Rallyemeister hat sich in diesem Jahr erstmals ein Deutscher für die SCORE-Serie eingeschrieben.

 

Verstecken muss sich Rallye-Ass Schwarz nicht, im Gegenteil. Beim topbesetzten Best Of Desert-Lauf Parker 425 fuhr Partner Martin Christensen mit dem über 600 PS starken AGM-Buggy kurzerhand auf den dritten Klassenrang. „Eine Superleistung“, freut sich Schwarz und macht eine Kampfansage: „Wir sind heiß darauf, diese Leistung bei der San Felipe 250 zu bestätigen.“ Die etablierte Konkurrenz ist gewarnt. „Die US-Stars respektieren uns ebenso, wie wir sie, schließlich sind wir hier, um ein Rennen auszufahren“, relativiert der 44-jährige Franke und fügt an: „Aber innen drin scheint es bei den US-Boys schon etwas zu rumoren, wenn sie von einem Fahrer aus Good Old Germany überholt werden.“

 

Mehr Gedanken als über die Konkurrenz macht sich Schwarz und sein Fahrerkollege und Teambesitzer Martin Christensen über die Strecke. Die SCORE San Felipe 250 gilt als der ultimative Hardcore-Ritt in der SCORE-Serie. Satte 250 Meilen (402,33 Kilometer) sind im Gelände nonstop zu bewältigen. Jene Piloten, die Teile der Strecke kennen, erzählen von der härtesten und fürchterlichsten Route auf der ganzen Baja California. „Weicher Sand ist diesmal so gut wie gar nicht im Angebot. Zumeist geht es über brutale Schotterpisten und knallharte Felsen“, beschreibt der 38-jährige Wahl-Kalifornier Christensen die anspruchsvolle Aufgabe. „Im SCORE-Jargon reden alle von ‚Knochenbrecher’ und verlorenen Zahnprothesen“, staunt Schwarz, der zusammen mit seinem Stamm-Copiloten Bryan Lyttle den Start übernimmt und den AGM-Buggy ziemlich genau zur Rennhalbzeit an Christensen und dessen Co Chris Aimes übergibt. „Die Aufteilung ist ideal“, erklärt Christensen. „Armin ist ein toller Startfahrer und kann unsere niedrige Startnummer, mit der wir als Vierte der ‚Unlimited’-Topklasse auf die Reise gehen nutzen, um schnell vom Feld weg zukommen. Ich dagegen kenne das letzte besonders brutale Teilstück von meinen Starts bei der berühmt-berüchtigten BAJA 1000.“

 

„Das Fahrkönnen ist leider nicht alles“, ergänzt Schwarz. „Wir waren schon das eine oder andere Mal ganz vorne dabei und hatten dann Pech mit der Technik. Auf diesem Hardcore-Trip kommt vor allem auf die Stoßdämpfer und Reifen ein ganz ernorme Belastung zu.“ In der vergangenen Woche prüfte das All German Motorsport Team in der Firmenzentrale im südkalifornischen Escondido noch einmal alle Komponenten seines „Class-1-Unlimited“-Buggy auf Herz und Nieren. Zusätzlich werden sich die beiden AGM-Piloten bei einem abschließenden Test direkt vor der Veranstaltung nochmals auf ihr spektakuläres Powergerät einschießen.

 

Für zusätzliche Motivation sorgt ein Redaktionsteam des deutschen Fernsehsenders RTL, das die AGM-Mannschaft bei der San Felipe 250 begleitet. „Logisch, dass wir uns da nicht nur von der besten, sondern möglich auch von der erfolgreichsten Seite zeigen wollen“, freut sich Schwarz über das Interesse des führenden deutschen Motorsport-Senders. „Der Beitrag über unseren Auftritt wird im Rahmen der RTL-Formel-1-Berichterstattung vom Großen Preis von Malaysia am Ostersonntag um 10.30 Uhr gesendet. Da wäre es schon toll, wenn wir nicht nur einen echten Abenteuer- sondern zudem einen kleinen Erfolgsstreifen bieten könnten.“

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