Hermann Neubauer gewinnt Lavanttal-Rallye

Mit einem klaren Sieg für Hermann Neubauer und Beifahrer Bernhard Ettel endete die diesjährige Lavanttal-Rallye. Spannend wurde es im Kampf um den zweiten Platz, den im Finale Julia Wagner gegen Niki Mayr-Melnhof für sich entscheiden konnte.

Mit einem klaren Sieg für Hermann Neubauer und Beifahrer Bernhard Ettel endete die diesjährige Lavanttal-Rallye. Spannend wurde es im Kampf um den zweiten Platz, den im Finale Julia Wagner gegen Niki Mayr-Melnhof für sich entscheiden konnte.

Der Sieger der 43. Lavanttal-Rallye heißt Hermann Neubauer (Ford). Mit insgesamt sechs Bestzeiten und einer auch sonst taktisch perfekten Leistung sicherte sich der 30-jährige Salzburger heute seinen zweiten Sieg in Wolfsberg.

Die Vorentscheidung fiel auf der siebten Prüfung am Prebl, als sich der einzige in Schlagdistanz befindliche Verfolger Niki Mayr-Melnhof einen Reifenschaden am Ford Fiesta R5 einfing und dadurch über eine Minute auf den Spitzenreiter verlor. Ab diesem Zeitpunkt schaltete Neubauer geschickt auf den Verwaltungs-Modus, begnügte sich statt mit Best- nur noch mit Top-3-Zeiten auf den Prüfungen und brachte so den Triumph sicher ins Ziel.

„Ich bin überglücklich. Es war ein souveräner Sieg. Ich bin ab Mittag ohne Risiko gefahren und habe alles getan, um einen durchaus möglichen Reifenschaden zu vermeiden. In der abschließenden Power Stage habe ich aber mit einer Bestzeit gezeigt, dass ich diese Rallye eigentlich beherrscht habe“, so Neubauer.

Wagner fängt Mayr-Melnhof ab

Spannend verlief anschließend der Kampf um die Podiumsplätze zwei und drei. Denn durch Mayr-Melnhofs Reifen-Malheur verlor dieser nicht nur den Kontakt zum Spitzenreiter, es kamen die immer schneller werdenden Brüder Julian (Skoda) und Simon Wagner (Skoda) heran.

Immer wieder wechselte Platz zwei und drei zwischen Julian Wagner und Niki Mayr-Melnhof hin und her – ehe das rasante Duell dann darin gipfelte, dass Wagner vor der fast 20 Kilometer langen letzten Prüfung lediglich neun Zehntelsekunden hinter Mayr-Melnhof lag.

Letztendlich war Julian Wagner noch einmal 3,6 Sekunden schneller als Mayr-Melnhof, krallte sich noch Platz zwei und verteidigte so auch seine Führung in der Österreichischen Staatsmeisterschaft. „Gestern habe ich über eine Minute im Regen verloren. Heute ist es immer trockener geworden und ich bin immer besser in die Rallye reingekommen“, freute sich Julian Wagner. Mayr-Melnhof zeigte sich als fairer Verlierer: „Gestern ist es für uns super gelaufen. Heute hat nicht mehr alles so gepasst. Ein Reifenschaden und ein Servolenkungs-Ausfall haben mich stark eingebremst. Gratulation an Hermann zum Sieg, aber auch an Julian, der verdient Zweiter geworden ist.“


In der 2WD-Staatsmeisterschaft gewann der nicht punkteberechtigte Deutsche Hermann Gassner jun. (Toyota GT86) vor dem Ungarn Antal Kanyik (Peugeot 208 R2). Platz drei ging an den Steirer Enrico Windisch im Citroen C2 R2. Auch in der Junioren-Staatsmeisterschaft ging der Sieg nach Ungarn und zwar an Martin Laszlo (Peugeot 208 R2) vor dem Steirer Michael Röck (Opel Adam R2) und dem Kärntner Nico Mitterbacher (BMW E30).

Ergebnis Lavanttal-Rallye 2019

1. Neubauer / Ettel Ford Fiesta R5 1:54:27,8
2. Wagner J. / Stein Škoda Fabia R5 +0:40,8
3. Mayr-Melnhof / Welsersheimb Ford Fiesta R5 +0:43,5
4. Wagner S. / Winter Škoda Fabia R5 +1:24,1
5. Klausz / Farnadi Škoda Fabia R5 +3:44,8
6. Turk / Kacin Hyundai i20 R5 +5:25,8
7. Keferböck / Minor Škoda Fabia R5 +5:35,2

Punktestände nach drei Läufen

ÖRM: 1. Julian Wagner 69 Punkte, 2. Hermann Neubauer 55, 3. Johannes Keferböck 32 - ÖRM 2WD: 1. Michael Röck und Enrico Windisch, je 39 Punkte, 3. Martin Ritt 38, 4. Alois Handler 33 - ÖRM Junior: 1. Michael Röck und Martin Ritt, je 43 Punkte, 3. Alexander Baumgartner 25

Nächster Staatsmeisterschaftslauf: 3.-4. Mai  Wechselland-Rallye in Pinggau