Azoren-Rallye: Lukyanuk wirft möglichen Sieg weg - Erfolg für Habaj

Europameister Alexey Lukyanuk verabschiedet sich auf der letzten Prüfung der Azoren-Rallye mit einem heftigen Abflug. Den ersten Sieg in der diesjährigen Europameisterschaft sichert sich Lukasz Habaj. Marijan Griebel wird Sechster.

Europameister Alexey Lukyanuk verabschiedet sich auf der letzten Prüfung der Azoren-Rallye mit einem heftigen Abflug. Den ersten Sieg in der diesjährigen Europameisterschaft sichert sich Lukasz Habaj. Marijan Griebel wird Sechster.

Alexey Lukyanuk bestimmte bis zur vorletzten Prüfung das Tempo bei der Azoren-Rallye. Neun Bestzeiten hatte der Europameister bereits eingesammelt, doch dann fing er sich vorne rechts einen Reifenschaden ein und verlor seine Führung. Damit nicht genug: Nach Angaben des Europameisters wurde durch den Platten auch eine Bremsleitung beschädigt, was ihm beim ersten Anbremsen auf der Abschlussprüfung zum Verhängnis wurde. Lukyanuk knallte auf der Kurveninnenseite gegen eine Mauer und überschlug sich spektakulär - Fahrer und Beifahrer blieben unverletzt, aber der Citroën C3 R5 wurde schwer beschädigt.

Nach dem Rückschlag für Lukyanuk übernahm der Pole Lukasz Habaj (Skoda) die Spitze und feierte den Sieg beim Auftakt der diesjährigen Europameisterschaft. Ricardo Moura (Skoda) wurde mit 8,8 Sekunden Rückstand Zweiter und Chris Ingram (Skoda) holte sich nicht nur den erhofften ERC1-Junior-Sieg, sondern auch eine Podiumsplatzierung.

  Marijan Griebel kämpfte beim Debüt im VW Polo R5 mit vielen Problemen. Mal nervte den Pfälzer die Technik, mal war es ein Reifenschaden, der Zeit kostete. Mit dem sechsten Platz blieb der ehemalige U28-Europameister auf den Azoren hinter den eigenen Möglichkeiten zurück. „Es war eine insgesamt schwierige und durchwachsene Azoren Rallye für uns. Positiv ist sicher, dass wir trotz der geringen Vorbereitung von Anfang an das Tempo der Spitze mitgehen konnten und ein Podestplatz möglich gewesen wäre“, meinte Griebel.

Noch mehr Pech hatte Roman Schwedt, der in der ERC3-Junior-Wertung auf dem achten Platz lag. Doch dann wurde auch er Opfer der extrem anspruchsvollen Bedingungen, die sich durch starke Niederschläge verschärft hatten. Auf der drittletzten Prüfung rutschte Schwedt von der Strecke und erreichte das Regrouping in Ponta Delgada drei Minuten über der Karenzzeit. Das unglückliche Ende seiner Rallye.

Der nächste EM-Lauf findet vom 2. bis 4. Mai auf Gran Canaria statt.

Ergebnis Azoren-Rallye

1. Habaj / Dymurski Škoda Fabia R5  2:50:55,4
2. Moura / Costa  Škoda Fabia R5  +8,4
3. Ingram / Whittock Škoda Fabia R5  +33,8
4. Magalhães / Magalhães Hyundai i20 R5  +1:29,0
5. Teodósio / Teixeira  Škoda Fabia R5  +1:46,1
6. Griebel / Kopczyk Volkswagen Polo R5  +2:12,5
7. Tsouloftas / Chrysostomou  Škoda Fabia R5 +4:34,7
8. Sousa / Calado  Citroën C3 R5  +6:44,0
9. Štajf / Havelková  Škoda Fabia R5  +10:10,7
10. Nobre / Morales Škoda Fabia R5 +11:40,9