Dinkel: „Die schwierigste Rallye meines Lebens“

Dominik Dinkel und Beifahrerin Christina Fürst haben in der Saison 2019 nur ein erklärtes Ziel: Dazulernen und internationale Erfahrungen sammeln. Beim Auftakt der französischen Asphalt-Rallye-Meisterschaft wurde ihnen das nicht leicht gemacht.

Dominik Dinkel und Beifahrerin Christina Fürst haben in der Saison 2019 nur ein erklärtes Ziel: Dazulernen und internationale Erfahrungen sammeln. Beim Auftakt der französischen Asphalt-Rallye-Meisterschaft wurde ihnen das nicht leicht gemacht.

Mit ihrem von Sarrazin Motorsport betreuten Hyundai i20 R5 trafen Dominik Dinkel und Beifahrerin Christina Fürst auf schmierige Strecken und ein hochkarätiges Starterfeld. Schon die Zahlen der „59e Rallye Le Touquet Pas-de-Calais 2019“ waren beeindruckend. 132 Starter, darunter 22 R5-Renner und ein WRC der Generation bis 2016. Das Fahrerfeld hochkarätig: es finden sich mehrere aus den Weltmeisterschaften bekannte Namen darunter, dazu die komplette Armada der französischen Asphaltspezialisten.

Vor der Rallye hat es tagelang geregnet, während der Veranstaltung gehen immer wieder Schauer nieder. Cutsperren gibt es in Frankreich nicht, wo es möglich ist wird mit sogar mit allen vier Rädern neben den schmalen Pisten gefahren. „Für uns sind das völlig neue Verhältnisse, an die wir uns erst herantasten müssen“ erzählt der 26-jährige Dinkel. „In einem neuen Auto, auf teilweise völlig verschlammten Strecken mit ständig anderem Grip. Da war es äußerst schwierig ein Gefühl für den Hyundai i20 zu bekommen und Vertrauen dazu aufzubauen.“

In der ersten Schleife funktioniert der Gaspedalsensor nicht korrekt, obendrein handelt sich das Brose Rallye Team auf der dritten Prüfung einen Reifenschaden ein. „Wir mussten zwei Kilometer auf der Felge fahren, bevor Platz zum Wechseln war. Das Auto lag dadurch dann schon so tief, dass wir den Wagenheber nicht richtig ansetzen konnten. Außerdem war dessen Aufnahme trotz Abdeckung völlig verschmutzt.“

"Froh im Ziel zu sein"

Mehrere Minuten gehen so verloren. Obendrein ist die Startposition als 19. Fahrzeug für schnelle Zeiten nicht förderlich. Auch der Samstag beginnt nicht perfekt. Die Startautomatik bedarf eines Neustarts. Eine Rallye zum Vergessen also? „Nein, auf keinen Fall! Es war aber ganz sicher die schwierigste, die wir jemals gefahren sind. Nie zuvor haben wir uns über eine Zielankunft so gefreut wie hier“, meinte Dinkel. Bei einer Ausfallquote von über 42 Prozent absolut verständlich.

„Wir haben unglaublich viel gelernt. Im Laufe der Rallye konnten wir zusammen mit den Technikern von Sarrazin Motorsport das Setup unseres Hyundai i20 R5 auf mich besser anpassen, haben mehr Traktion gefunden. Es gelang uns, gegen Ende der Rallye die Rückstände auf die Bestzeiten zu halbieren“, so Dinkel. „Wir sind unseren Sponsoren und Michael Stoschek zutiefst dankbar, dass wir diese Erfahrungen machen durften und freuen uns auf die nächsten Einsätze. Nach Gesamtrang 13 peilen wir den Sprung unter die Top-10 an.“