Nasser Al-Attiyah gewinnt im Toyota die Rallye Dakar

Mit V8-Power zum Dakar-Sieg! Nasser Al-Attiyah und Beifahrer Matthieu Baumel haben zum ersten Mal für Toyota den Marathon-Klassiker gewonnen, der in diesem Jahr ausschließlich in Peru stattfand. Sebastien Loeb wurde hinter Nani Roma Dritter.

  • Nasser Al-Attiyah sorgt für den ersten Dakar-Sieg von Toyota

Mit V8-Power zum Dakar-Sieg! Nasser Al-Attiyah und Beifahrer Matthieu Baumel haben zum ersten Mal für Toyota den Marathon-Klassiker gewonnen, der in diesem Jahr ausschließlich in Peru stattfand. Sebastien Loeb wurde hinter Nani Roma Dritter.

Nasser Al-Attiyah hat die Nerven behalten. Nach 2011 mit Volkswagen und 2015 mit Mini gewann der Katari zum dritten Mal die Rallye Dakar, dieses Mal mit Toyota. Für die japanische Marke war es der erste Sieg. Nach Siegen der Diesel-Renner von Volkswagen, Mini und Peugeot war es außerdem der erste Erfolg eines Fahrzeugs mit Benzinmotor in Südamerika, wo die Dakar seit 2010 ausgetragen wird.

Al-Attiyah ließ sich auch auf der letzten, nur 112 Kilometer kurzen Etappe am Donnerstag den Sieg nicht mehr nehmen. „Wir sind in Peru fast ausschließlich auf Sand gefahren. Dieser Untergrund ist meine Stärke. Entscheidend war, dass wir schon nach der dritten Etappe die Führung übernommen haben. Anschließend konnten wir sie Schritt für Schritt ausbauen“, sagte Al-Attiyah im Ziel nach rund 3.000 Kilometern.

Sebastien Loeb musste sich hinter Nani Roma (Mini) mit dem dritten Platz begnügen. Der neunmalige Rallye-Weltmeister feierte zwar vier Tagessiege, mehr als jeder andere Fahrer, hatte im privaten Peugeot von 2017 aber technische Probleme und Beifahrer Daniel Elena haderte mit dem Bordbuch des Veranstalters, das ihn auf der dritten Etappe in die Irre geführt hatte. Zudem fuhr sich Loeb im tiefen Sand fest und verpasste seine Chance auf den ersten Dakar-Sieg. Viel Zeit über die verpassten Möglichkeiten nachzudenken hat er nicht. Bereits am Wochenende beginnt für ihn die Vorbereitung auf die Rallye Monte Carlo und die Premiere im Hyundai i20 WRC.

Schnell, aber unzuverlässig: Sebastien Loeb haderte mit der Technik seines Peugeots 

Dakar-Rekordsieger Stéphane Peterhansel (Mini) gab während der neunten von zehn Etappen auf, weil sich Beifahrer David Castera bei einer harten Landung am Rücken verletzte. Vorjahressieger Carlos Sainz (Mini), der die letzte Etappe gewann, büßte am dritten Tag durch eine abgerissenes Rad sämtliche Siegchancen ein.

Wie schon während der vergangenen Tage, fuhren Giniel de Villiers und sein deutscher Beifahrer Dirk von Zitzewitz als Geleitschutz für Teamkapitän Nasser Al-Attiyah. Das südafrikanisch-deutsche Duo hatte durch einen bei einem Aufprall auf einen Felsen gebrochenen Ölfilter am dritten Tag Stunden verloren und kam schließlich auf Rang 9 ins Ziel.

„Der Veranstalter hat es geschafft, ein würdiges Layout zu finden, obwohl sie in diesem Jahr erstmals nur in einem Land ausgetraten wurde. Sie war hart, sie war anspruchsvoll, sie war lang, sie war eine Herausforderung für Fahrer, Beifahrer und Material“, sagte Von Zitzewitz. „Es gab sehr viel Sand, viele Dünen und sehr viel Fesh-Fesh. Aber eben auch nichts anderes. Deswegen nicht die schönste ‚Dakar‘, die ich bisher bestritten hatte. Sie ist toll für uns gestartet, wir haben das Rennen angeführt, bis uns am dritten Tag das Quäntchen Glück gefehlt hat. Danach waren die Sieg-Chancen weg und wir waren das „Chasecar“ unserer Teamkollegen.“

Bei den Trucks gewann Ton van Genugten aus dem niederländischen Petronas-Iveco Team die letzte Etappe. Am Doppelsieg der Kamaz-Mannschaft mit Eduard Nikolaev vor Dmitry Sotnikov war nichts mehr zu rütteln. Platz 3 und 4 gingen an Petronas-Iveco Mannschaftskapitän Gerard de Rooy und Teamkollege Federico Villagra.

Rallye Dakar, Endstand nach der 10. Etappe:

01. Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel (QA/FR), Toyota, 34:38.14 Std.
02. Joan "Nani" Roma/Alex Haro Bravo (ES/ES), Mini, +46.42 
03. Sébastien Loeb/Daniel Elena (FR/MC), Peugeot, +1:54.18
04. Jakub Przygonski/Tom Colsoul (PL/BE), Mini,  +2:28.31
05. Cyril Despres/Jean-Paul Cottret (FR/FR), Mini Buggy, +2:48.43
06. Martin Prokop/Jan Tomanek (CZ/CZ), Ford, +3:19.02
07. Yazeed Al-Rajhi/Timo Gottschalk (SA/DE), Mini, +4:30.56
08. Boris Garafulic/Filipe Palmeiro (CL/PT), Mini, +7:57.58
09. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (SA/DE), Toyota, +7:59.16
10. Ronan Chabot/Gilles Pillot (FR/FR), Toyota, +8:09.58