Die neuen R2 kommen, aber ohne Opel

Noch im Dezember will M-Sport den neuen Ford Fiesta R2 präsentieren, ein Jahr später legt Peugeot mit dem 208 nach. Die Geduld der Opel-Fans wird nicht belohnt.

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  • Nach dem WRC wird der R2 das nächste M-Sport-Modell auf Basis des neuen Fiesta

Noch im Dezember will M-Sport den neuen Ford Fiesta R2 präsentieren, ein Jahr später legt Peugeot mit dem 208 nach. Die Geduld der Opel-Fans wird nicht belohnt.

Um das neue R2-Reglement wurde lange gerungen. Einschränkungen und genaue Vorgaben bei Materialien, Gewicht, Abmessungen und Komponentenpreise erinnern an die großen R5 und sollen helfen, die Kosten einzudämmen.

M-Sport wird im Dezember der erste Hersteller sein, der ein R2-Auto der neuen Generation präsentiert. Mit dem Ford Fiesta R2 werden ab Februar 2019 zuerst die Teilnehmer der Junior-Weltmeisterschaft antreten. Angetrieben wird das Auto vom bekannten 180 PS starken 3-Zylinder-Turbo mit einem Liter Hubraum, der in der neuen Ausbaustufe etwas mehr Leistung und Drehmoment leisten soll. 

Unterdessen arbeitet Peugeot fieberhaft am neuen 208 R2. Das Serienmodell wird im Frühjahr auf dem Genfer Automobilsalon vorgestellt und soll im Sommer auf den Markt kommen. Ein paar Monate später folgt der R2-Sportler, erstmals mit 3-Zylinder-Turbo. Verantwortlich für das Auto zeigt sich Cedric Mazenq, der neue Technische Leiter von PSA Kundensport, der bisher als Ingenieur von Sebastien Loeb arbeitete.

Der neue Opel Corsa und der Peugeot 208 teilen sich eine Plattform. Entsprechend schnell keimten die Hoffnungen, dass es auch einen R2 aus Rüsselsheim geben wird. Doch Opel-Fans werden enttäuscht. PSA-Konzernchef Tavares sieht die Tochtermarke auf einem guten Weg, aber noch längst nicht über dem Berg.

„Die Richtung stimmt und es gibt bessere Zahlen, aber wir sprechen noch von keinem Turnaround“, sagte Tavares. Das bedeutet: Es wird vorerst kein werksseitiges Motorsportprogramm von Opel geben. „Wenn überhaupt, dann elektrifiziert“, blickt Tavares in die weite Zukunft, ohne genauer zu werden.

Aus dem deutschen Markenpokal will sich Opel zurückziehen. ADAC und DMSB planen den Aufbau eines Junior-Cups, damit die Adams - die keine Homologation besitzen - weiterhin eingesetzt werden können.