Wechselland-Rallye: Baumschlager raus - Mayr-Melnhof auf Titelkurs

Bei der Wechselland Rallye sorgte heute morgen das Wetter für Probleme und es gab eine Vorentscheidung im Kampf um den Sieg.

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Bei der Wechselland Rallye sorgte heute morgen das Wetter für Probleme und es gab eine Vorentscheidung im Kampf um den Sieg.

Turbulent begann heute in der Früh der zweite Akt zur Wechselland Rallye im Raum Pinggau. Das angekündigte Italien-Tief traf mit voller Wucht im Austragungsgebiet ein und war schließlich auch der Grund dafür, dass die erste Prüfung in Dechantskirchen abgebrochen werden musste. Ein Teil des Feldes hatte bis dahin die immer mehr überflutete Strecke schon passiert, der Rest wurde mit einer einheitlichen Zeit belegt.

Auf der zehnten Prüfung in Baumgarten hatte sich das Wetter wieder normalisiert, und Raimund Baumschlager, der in der Früh noch das Nachsehen gegenüber Spitzenreiter Niki Mayr-Melnhof hatte, packte den Gasfuß aus, nahm Mayr-Melnhof 7,2 Sekunden ab. Dies freilich war das letzte Highlight des Rekordstaatsmeisters. Auf dem Weg zur nächsten Prüfung blieb der Skoda Fabia R5 stehen, für Baumschlager ist die Rallye vorbei und für Mayr-Melnhof das Tor zum Sieg und dem damit verbundenen ersten Staatsmeistertitel weiter offen denn je.

Hinter Johannes Keferböck (Skoda Fabia R5) nimmt nunmehr der überraschend stark fahrende Steirer Gernot Zeiringer (Skoda Fabia S2000) den dritten Platz ein. Einen Tiefschlag musste der Oberösterreicher Gerhard Aigner im Kampf um den Vize-Staatsmeistertitel hinnehmen. Der Skoda-R5-Pilot rutschte auf WP 10 von der Strecke, verlor dabei über drei Minuten und somit wohl auch wichtige Punkte.

2WD-Meisterschaft

Zumindest eine kleine Vorentscheidung ist in der 2WD-Staatsmeisterschaft gefallen. Der Ungar Kristof Klausz, einer der vier Titelanwärter, konnte am Morgen nicht mehr starten und fällt somit aus dem Favoritenkreis. Dieser umfasst mit den beiden Opel-Adam-Piloten Luca Waldherr und Willi Stengg sowie Christoph Zellhofer (Suzuki Swift) nunmehr drei Österreicher. Waldherr, der mit einem Sieg im Wechselland mit dem Gesamtführenden Zellhofer punktemäßig gleichziehen kann. Momentan ist der Thomasberger tatsächlich auf Siegeskurs. Dass er heute auf der witterungsbedingten Chaos-Prüfung Dechantskirchen seinem schärfsten Widersacher Willi Stengg gleich 32 Sekunden abnahm, war ein möglicher Meilenstein dazu.

Heute Nachmittag stehen noch fünf Wertungsabschnitte auf dem Programm.

Zwischenstand nach 11 von 16 Prüfungen

1. Niki Mayr-Melnhof/Leop. Welsersheimb Ford Fiesta R5 59:05,3
2. Johannes Keferböck/Ilka Minor Skoda Fabia R5 +2:28,9
3. Gernot Zeiringer/Bianca M. Stampfl Skoda Fabia S2000 +6:08,2
4. Luca Waldherr/Tobias Unterweger Opel Adam R2 +6:18,4
5. Willi Stengg/Tobias Unterweger Opel Adam R2 +6:40,8
6. Gerhard Aigner/Marco Hübler Skoda Fabia R5 +7:05,2
8. Christoph Zellhofer/Thomas Schöpf Suzuki 1600 +9:57,2
9. Andreas Kainer/Claudia Dorfbauer Opel Corsa +10:49,7
10. Peter Ölsinger/Petra Seher Mitsubishi Evo X +11:26,6