Lukyanuk gewinnt Azoren-Rallye

Alexey Lukyanuk hat die diesjährige Azoren-Rallye gewonnen. Den Sieg in der U28-Wertung holte sich Chris Ingram. Für die deutschen Fahrer fällt das Ergebnis ernüchternd aus, auch wenn es ein Highlight gab.

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  • Alexey Lukyanuk und Alexey Arnautov gewinnen den EM-Auftakt auf den Azoren

Alexey Lukyanuk hat die diesjährige Azoren-Rallye gewonnen. Den Sieg in der U28-Wertung holte sich Chris Ingram. Für die deutschen Fahrer fällt das Ergebnis ernüchternd aus, auch wenn es ein Highlight gab.

Am Ende wurde es doch noch ein wenig spannend. Spitzenreiter Alexey Lukyanuk (Ford), der die Azoren Rallye seit der zweiten Prüfung anführte, kämpfte mit einem Bremsproblem im Finale. Zum seinem Glück hatte sich der Russe zuvor ein ordentliches Polster erarbeitet und konnte vor lauter Freude über seinen starken Auftritt sogar noch Donuts vor der Ziellinie drehen. Mit 16,4 Sekunden Vorsprung gewann Lukyanuk die Azoren-Rallye und verwies Lokalmatador Ricardo Moura (Skoda) auf den zweiten Platz. Vorjahressieger Bruno Magalhães (Skoda) musste sich dieses Mal mit dem dritten Rang zufrieden geben.

Extrem spannend gestaltete sich der Kampf um den U28-Sieg. Chris Ingram und Martin Koči lieferten sich über weite Strecken ein packendes Sekundenduell. In der letzten Prüfung setzte Koči alles auf eine Karte und überspannte dabei den Bogen. Bei einem Fahrfehler riss er das linke Vorderrad seines Skodas ab und musste aufgeben. R5-De­bü­tant Ingram (Skoda) holte sich den U28-Sieg und Fredrik Åhlin (Skoda) rutschte auf den zweiten Platz nach vorn. 

Auch Fabian Kreim (Skoda) profitierte vom Koči-Pech. Er wurde in der U28-Wertung noch Fünfter. Ein Trostpflaster für den amtierenden Deutschen Meister, der sich durch einen Reifenschaden am Freitag frühzeitig um alle Chancen bei seinem Azoren-Debüt brachte. Immerhin kann Kreim mit der Gesamtbestzeit auf WP13 ein erstes Achtungszeichen in der Europameisterschaft hinterlassen.

Die anderen deutschsprachigen Fahrer hatten weniger Grund zur Freude. Hermann Neubauer (Ford) fiel nach einem Fahrfehler bereits auf der zweiten Prüfung aus und Albert von Thurn und Taxis musste seinen Skoda nach einer Rolle auf der sechsten Prüfung wegen eines beschädigten Käfigs abstellen. Marijan Griebel gab am Freitagabend entnervt auf, weil er mit seinem noch ungewohnten Peugeot 208 T16 überhaupt nicht zurechtkam und weit entfernt von den anvisierten Punkteplätzen lag.

Die U27-Junior-Wertung kann der Portugiese Diogo Gago (Peugeot) für sich entscheiden. Pech hatte Simon Wagner, der Österreicher schied auf Platz vier liegend vor der letzten Prüfung wegen eines beschädigten Motorlagers aus.

Der nächste EM-Lauf findet vom 3. bis 5. Mai auf den Asphalt-Strecken Gran Canarias statt.

Ergebnis Azoren-Rallye 2018

1.Lukyanuk / ArnautovFord Fiesta R52:33:51.7
2.Moura / CostaŠkoda Fabia R5+0:16.4
3.Magalhães / MagalhãesŠkoda Fabia R5+0:25.7
4.Ingram / WhittockŠkoda Fabia R5+1:24.2
5.Åhlin / SjöbergŠkoda Fabia R5+2:33.1
6.Herczig / FerenczŠkoda Fabia R5+4:02.9
7.Habaj / DymurskiFord Fiesta R5+4:12.2
8.Yates / EdmondsonŠkoda Fabia R5+4:15.7
9.Teodósio / TeixeiraŠkoda Fabia R5+4:43.0
10.Fontes / BaboCitroën DS3 R5+5:01.2

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