Tundo gewinnt Safari-Rallye

Das Rallyejahr in der Afrikanischen Rallye Meisterschaft wurde mit den ehemaligen Weltmeisterschaftsläufen in der Elfenbeinküste und mit der Safari Rallye in Kenia eingeläutet. Letztere stand unter besonderer Beobachtung.

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  • Carl Tundo gewinnt die Safari-Rallye

Das Rallyejahr in der Afrikanischen Rallye Meisterschaft wurde mit den ehemaligen Weltmeisterschaftsläufen in der Elfenbeinküste und mit der Safari Rallye in Kenia eingeläutet. Letztere stand unter besonderer Beobachtung.

Eine starke Vorstellung bei der Rallye Bandama - Côte d'Ivoire hinterließen Stéphane Peterhansel und Lebensgefährtin Andrea Mayer im Side-by-Side-Quad Yamaha YXZ 1000R, die dem Gesamtsieger Gary Chaynes im Mitsubishi Lancer Evo X teilweise stark unter Druck setzen konnten. Nach der Auftaktprüfung lag das Yamaha-Duo mit nur 1,745 Sekunden Rückstand auf Rang zwei hinter dem ehemaligen Afrika-Meister.

Im Verlauf der darauffolgenden Etappe holte das Dakar-erprobte Duo vier von sechs möglichen Bestzeiten, aber aufgrund des Rückstandes in den übrigen zwei Prüfungen, wuchs der Rückstand auf Chaynes auf über vierzig Sekunden an. Die Führung verwaltete Chaynes bis ins Ziel und feierte den vierten Sieg bei der Rallye Bandama. 

Aufgrund eines enormen Zeitverlustes von neuneinhalb Minuten in der zehnten Prüfung, verloren Peterhansel und Beifahrerin Mayer die Chance auf den Sieg und mussten sich mit Gesamtrang drei hinter dem Yamaha-Markenkollegen Jérémie Warnia zufrieden geben. Hinter Chaynes wurde in der Wertung der Afrikanischen Meisterschaft der Kenianer Piero Cannobio im Mitsubishi Lancer Evo IX als Gesamt-Sechster gewertet. 

Safari unter Beobachtung 

In Kenia fand der zweite Lauf zur Afrikanischen Meisterschaft während der Safari Rally statt und zwei Fahrer zählten in ihren R5-Autos zu den Favoriten. Neben Onkar Rai, der den Kenianischen Saisonauftakt Nakuru Rally zu seinen Gunsten entschied, setzte auch Manvir Baryan einen Skoda Fabia R5 ein. Doch ausgerechnet Carl Tundo im Mitsubishi Lancer Evo X, der beim Auftakt nur Fünfter wurde, gab das Tempo vor und sollte letztendlich einen Rekord einstellen.

Nach drei Rallyetagen mit neun Wertungsprüfungen, die erstmals auf abgesperrten Straßen stattfanden, siegte Tundo mit 9:28,4 Minuten Vorsprung auf den Markenkollegen Baldev Chager, gefolgt von Jas Mangat. Tundo stellte damit den Rekord von fünf Gesamtsiegen bei der Safari Rally von Shekhar Mehta ein. Nach der zweiten Etappe und sieben Wertungsprüfungen belegte noch Onkar Rai die zweite Position mit nur zweiundzwanzig Sekunden Rückstand, doch während des Abschlusstages schied der Skoda-Pilot nach einem Unfall vorzeitig aus und Beifahrer Gareth Dawe musste aufgrund einer zugezogenen Verletzung in ein Krankenhaus geflogen werden.

Die Safari-Rallye nutzte zum ersten Mal ein WM-taugliches Format und lief unter Beobachtung von WRC-Promoter Oliver Ciesla. Im kommenden Jahr soll die für den WM-Aufstieg nötige Generalprobe über die Bühne gehen, 2020 könnte Kenia wieder zur Topliga gehören. 

Ergebnis Rallye Bandama - Côte d'Ivoire 2018:

1. Chaynes, G. / Le Borgne, D. (Mitsubishi Lancer Evo X) 2:20.59,9
2. Warnia, J. / Potisek, A. (Yamaha YXZ 1000R) +7:07,3
3. Peterhansel, S. / Mayer, S. (Yamaha YXZ 1000R) +9:28,4
4. Malherbe, L. / Brion, T. (Subaru Impreza WRX) +10:57,9
5. Molinie, M. / Soumahoro, A. (Mitsubishi Lancer Evo VII) +13:49,5

Ergebnis Safari Rally 2018:

1. Tundo, C. / Jessop, T. (Mitsubishi Lancer Evo X R4) 1:55:05,8
2. Chager, B. / Soni, R. (Mitsubishi Lancer Evo X R4) +9:28,4
3. Mangat, J. / Kamya, J. (Mitsubishi Lancer Evo X R4) +10:21,8
4. Singh, R. / Singh, G. (Mitsubishi Lancer Evo X) +11:13,8
5. Bengi, E. / Mionki, T. (Subaru Impreza WRX) +12:19,7