Niki Mayr-Melnhof gewinnt Rebenland-Rallye

Mit einem deutlichen Vorsprung haben Niki Mayr-Melnhof und Beifahrer Leopold Welsersheimb die Rebenland-Rallye für sich entschieden. Jan Cerny und Gerwald Grössing landen auf den weiteren Podiumsplätzen.

| Autor: 

Mit einem deutlichen Vorsprung haben Niki Mayr-Melnhof und Beifahrer Leopold Welsersheimb die Rebenland-Rallye für sich entschieden. Jan Cerny und Gerwald Grössing landen auf den weiteren Podiumsplätzen.

Gelungene Vorstellung von Niki Mayr-Melnhof bei der diesjährigen Rebenland-Rallye. Nach dem vorzeitigen Aus seines schärfsten Konkurrenten Raimund Baumschlager hatte der Ford-Pilot die Führung übernommen und den Vorsprung kontinuierlich ausgebaut. Im Ziel lag Mayr-Melnhof fast drei Minuten vor seinem tschechischen Markenkollegen Jan Cerny. „Ich bin völlig geschlaucht. Das war eine mega-schwierige Rallye, noch dazu meine erste Regen-Rallye überhaupt“, sagte Mayr-Melnhof.

WRC-Pilot Gerwald Grössing hatte mit den wechselhaften und extrem anspruchsvollen Wetterbedingungen mehr zu kämpfen als ihm lieb war, er musste sich mit dem dritten Rang zufrieden geben, mit nur einer Sekunde vor dem Ungarn Andras Hadik. „Im letzten Jahr habe ich mich über einen zweiten Platz geärgert. Heuer freue ich mich echt über den dritten Platz. Vor allem in Anbetracht unserer Schwierigkeiten mit dem Auto, vom Ausfall der Turboladeregelung bis hin zu den Reifen-Abstimmungsproblemen. Dass wir dann aber unseren Podestplatz gegenüber den Tschechen und Ungarn, die allesamt ihre Winterreifen ausgepackt haben, mit den Intermediates noch ins Ziel gebracht haben, das macht viel vom Frust über ein nicht ganz gelungenes Wochenende wett“, so Grössing.

Hinter Vlastimil Majerčák wurde der zweite Ford-Focus-WRC-Pilot Gerhard Aigner Sechster. Jänner-Rallye-Sieger Johanes Keferböck feierte seine Rebenland-Premiere und konnte als Zwölfter seine Meisterschaftsführung verteidigen. In der 2WD-Wertung holte der Ungar Kristof Klausz (Peugeot 208 R2) den Sieg. Er gewann 27 Sekunden vor dem Niederösterreicher Luca Waldherr im Opel Adam R2. Willi Stengg (ebenfalls Opel Adam R2) holte bei seiner ersten Rallye nach drei Jahren Platz drei. In der Historischen Rallye-Staatsmeisterschaft feierte Gert Göberndorfer (Opel Ascona B) einen Kantersieg. Günther Königseder (Lancia Delta Integrale) gewann im Historischen Rallye Cup. 

Im Mitropa Rallye Cup gab es einen deutschen Dreifachsieg. Hermann Gaßner jr. gewann vor seinem Vater Hermann Gassner (beide Mitsubishi Evo X) und Manuel Kößler (Subaru Impreza). Der Sieg im Mitropa Rallye Cup Historic ging an den Schweizer Burghart Brink (Lancia Delta Integrale).

Ergebnis Rebenland-Rallye 2018

1. Mayr-Melnhof / Welsersheimb Ford Fiesta R5 1:57:55.1
2. Černý / Černohorský jun. Ford Fiesta R5 +2:52.1
3. Grössing / Ettel  Ford Fiesta WRC +3:22.4
4. Hadik / Bacigál Ford Fiesta R5 +3:23.4
5. Majerčák / Kušnier Ford Fiesta R5 +5:28.8
6. Aigner / Hübler Ford Fiesta RS WRC +5:43.0
7. Kalteis / Zemanek Mitsubishi Evo VII +5:47.8
8. Rigler / Rossgatterer Ford Fiesta R5 +6:36.1
9. Gassner jun. / Mayrhofer Mitsubishi Evo X R4 +6:48.9
10. Gassner / Thannhäuser Mitsubishi Evo X R4 +7:22.7

Punktestände nach zwei Rallye-Staatsmeisterschaftsläufen

ÖRM: 1. Johannes Keferböck 32, 2. Gerhard Aigner 31, 3. Niki Mayr-Melnhof 28, 4. Jan Cerny 20, 5. Johann Seiberl 17, 6. Gerwald Grössing 15

ÖRM 2WD: 1. Christoph Zellhofer 28, 2. Kristof Klausz 26, 3. Luca Waldherr 21, Franz Paireder 20, 5. Willi Stengg 17

ÖRM Junior: 1. Christoph Zellhofer und Kristof Klausz je 25, 3. Martin Ritt und Luca Waldherr je 18

 

Nächster Lauf: 6. und 7. April Lavanttal-Rallye in Wolfsberg