Baumschlager erleidet Wirbelbruch und mehrere Prellungen

Auf der sechsten Prüfung der Rebenland-Rallye verlor Raimund Baumschlager die Kontrolle über seinen Skoda Fabia R5 und flog bei hoher Geschwindigkeit ab. Dabei wurde der Rekordstaatsmeister schwer verletzt.

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Auf der sechsten Prüfung der Rebenland-Rallye verlor Raimund Baumschlager die Kontrolle über seinen Skoda Fabia R5 und flog bei hoher Geschwindigkeit ab. Dabei wurde der Rekordstaatsmeister schwer verletzt.

Der kurzfristige Einsatz bei der Rebenland-Rallye endete für Raimund Baumschlager vorzeitig und schmerzhaft. Bei hoher Geschwindigkeit geriet der Skoda-Fahrer auf der sechsten Prüfung von der Strecke und krachte ins Unterholz. 

Baumschlager wurde mit Schmerzen im Rückenbereich in das Universitätsklinikum Graz gebracht, Beifahrer Pirmin Winklhofer ins Krankenhaus Wagna. Während Winklhofer mit Prellungen am Arm das Spital nach kurzer Zeit wieder verlassen konnte, sind die Verletzungen Baumschlagers schwerwiegender.  Beim Rekordstaatsmeister wurden ein Bruch des ersten Lendenwirbels und mehrere Prellungen im Rücken- und Lendenbereich diagnostiziert.

Raimund Baumschlager ist nach wie vor im Krankenhaus, weiter Informationen über die weitere Behandlung bzw. über die Dauer der Genesung will sein Team in Kürze bekanntgeben. Klar ist schon jetzt, der in den nächsten Tagen geplante Test des Polo R5 in den Höhenlagen von Mexiko muss ebenso ausfallen, wie der Auftritt als Teamchef beim EM-Auftakt auf den Azoren.

Abflug mit 130 km/h

„Es war extrem rutschig, aber offenbar war auf der Linie, die wir beim ersten Mal gefahren sind, bei der zweiten Runde noch mehr Dreck auf der Strecke. Auf alle Fälle ist das linke Hinterrad weggegangen, danach haben wir einen Schlag verspürt und sind mit rund 130 km/h Richtung Wald abgehoben. Nach dem Sprung wurden wir relativ unsanft von mehreren Bäumen gebremst“, erklärte Baumschlager.

Der 58-jährige weiter: „Zu hohes Risiko war sicherlich nicht der Grund für den Abflug, denn ich habe mir den ganzen Tag vorgenommen, nicht auf der letzten Rille zu fahren und daran habe ich mich auch gehalten. Aber vielleicht sollte ich diesen Zugang überdenken, denn immer wenn ich mir vornehme, nicht alles zu riskieren, passiert etwas, wie schon letzte Saison bei der Lavanttal-Rallye. Bis zum Unfall waren wir super unterwegs, die Fahrzeugabstimmung war perfekt und es war ein toller Kampf mit Mayr-Melnhof. Ich bin erleichtert, dass zumindest Pirmin glimpflich davon gekommen ist.“