Rebenland-Rallye: Baumschlager-Unfall überschattet ersten Tag

Der Rebenland-Führende Raimund Baumschlager verunfallte am Ende des ersten Tages. Neuer Spitzenreiter ist nun der Steirer Niki Mayr-Melnhof. Er liegt bereits über eine Minute vor dem WRC-Piloten Gerwald Grössing.

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Der Rebenland-Führende Raimund Baumschlager verunfallte am Ende des ersten Tages. Neuer Spitzenreiter ist nun der Steirer Niki Mayr-Melnhof. Er liegt bereits über eine Minute vor dem WRC-Piloten Gerwald Grössing.

Staatsmeister Raimund Baumschlager war optimal in die Rebenland-Rallye gestartet und hatte die Führung in der Gesamtwertung an sich gerissen. Am Beginn der sechsten Prüfung, die bei extrem rutschigen Verhältnissen schon in der einbrechenden Nacht absolviert wurde, verlor der Oberösterreicher jedoch die Kontrolle und stürzte mit seinem Skoda Fabia R5 fünf Meter in die Tiefe. Sowohl Baumschlager, der über Rückenschmerzen klagte, als auch dessen Copilot Pirmin Winkelhofer, der eine leichte Handverletzung erlitt, wurden vom Team der Medizinischen Sicherheitsstaffel geborgen und anschließend zur Abklärung ins Landeskrankenhaus Südsteiermark in Wagna (Winkelhofer) bzw. ins Uni-Klinikum Graz (Baumschlager)  gebracht.

Sportlich heißt das, dass Niki Mayr-Melnhof, der zum Zeitpunkt des Unfalls nur fünf Zehntel hinter Baumschlager gelegen war, als klar Führender in den morgigen zweiten Rallye-Tag geht. Der Vorsprung des 39-jährigen Steirers im Ford Fiesta R5 auf den Zweitplatzierten Gerwald Grössing im Ford Fiesta WRC beträgt bereits über eine Minute. Als Dritter konnte sich mit weiteren 36 Sekunden Rückstand der tschechische 2WD-Europameister Jan Cerny klassieren. In der 2WD-Wertung führt nach Tag eins der Ungar Kristof Klausz (Peugeot 208 R2) vor den Opel-Piloten Luca Waldherr, Manuel Pfeifer und Willi Stengg.

Im Österreichischen Rallye Cup der AMF liegt der sensationell fahrende Martin Kalteis in Führung. Mit seinem Mitsubishi Evo VII platzierte sich der Niederösterreicher in der Rallye-Gesamtwertung mitten unter die WRC- bzw. R5-Boliden an sechster Stelle. „Ich kann mir die tolle Platzierung selber nicht erklären. Es ist sehr dreckig und daher rutschig. Dadurch wirkt sich das Kräfteverhältnis nicht so aus. Wir versuchen, gradlinig und ohne Fehler zu fahren. Das gelingt uns offensichtlich bislang optimal“, freute sich Kalteis. Der Steirer Günther Knobloch (Subaru WRX) liegt in der Cupwertung mehr als zwei Minuten hinter Kalteis auf Platz zwei. Im Mitropa Rallye Cup gibt es  eine deutsche Familienführung. Hermann Gaßner sen. führt vor Hermann Gassner jr. (beide Mitsubishi Evo X).

Zwischenstand nach Tag 1

1. Niki Mayr-Melnhof /Welsersheimb Ford Fiesta R5 41:29,2
2. Gerwald Grössing / Bernhard Ettel Ford Fiesta WRC +1:03,8
3. Jan Cerny / Petr Cernohorsky Ford Fiesta R5 +1:40,1
4. Andras Hadik / Igor Bacigal Ford Fiesta R5 +1:47,4
5. Gerhard Aigner / Marco Hübler Ford Fiesta WRC +2:09,6
6. Martin Kalteis / Markus Zemanek Mitsubishi Evo VII +2:21,5
7. Vlastimil Majercak / Pavol Kusnier Ford Fiesta R5 +2:34,5
8. Gerald Rigler / Martin Roßgatterer Ford Fiesta R5 +2:45,4
9. Tomas Pospisilik / Jir Hovorka Skoda Fabia R5 +3:09,5
10. Hermann Gaßner / Thannhäuser Mitsubishi Evo X +3:13,0
11. Hermann Gaßner jr. / Mayrhofer Mitsubishi Evo X +3:28,0
12. Pal Lovasz / Tamas Kürti Hyundai i20 R5 +3:55,3
13. Johannes Keferböck / Gründlinger Ford Fiesta R5 +4:01,9
14. Manuel Kößler / Marcus Poschner Subaru Impreza +4:11,3
15. Günther Knobloch / Jürgen Rausch Subaru WRX Sti +4:25,5