Siege für Princen und Fernemont

Beim Belgischen Saisonauftakt, der Rally van Haspengouw, setzte sich Kris Princen denkbar knapp gegen den amtierenden Meister Vincent Verschueren durch. Bei der Spa Rally am vergangenen Wochenende gewann überraschend Adrian Fernemont.

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Beim Belgischen Saisonauftakt, der Rally van Haspengouw, setzte sich Kris Princen denkbar knapp gegen den amtierenden Meister Vincent Verschueren durch. Bei der Spa Rally am vergangenen Wochenende gewann überraschend Adrian Fernemont.

Eingeläutet wurde die Saison in der Belgischen Rallye Meisterschaft (BRC) bei der Rally van Haspengouw und von Beginn an elektrisierte die Zuschauer das Skoda-Duell zwischen dem amtierenden Champion Vincent Verschueren und Kris Princen, dem belgischen Meister von 1999. Nach zwei von insgesamt zwölf Wertungsprüfungen lag Verschueren mit 6,4 Sekunden Vorsprung knapp vor Princen (beide Skoda Fabia R5), gefolgt von Guillaume de Mévius (Peugeot 208 T16) in Schlagdistanz.

Während der zweiten Schleife, mit zwei weiteren Prüfungen, trumpfte Verschueren auf und schenkte seinem ärgsten Verfolger Princen weitere zwanzig Sekunden Rückstand ein. Doch eine Zeitstrafe von dreißig Sekunden, wegen des Verlassens eines Streckenabschnitts während der dritten Schleife, sollte die Gesamtwertung letztendlich auf den Kopf stellen.

„Es war keine Absicht, dass ich an der Stelle abgekürzt habe“, ärgerte sich Verschueren. „Das Flatterband war dort schon beschädigt und ich habe zu spät gebremst und an den Stelle sogar Zeit verloren.“ Vor den letzten beiden Wertungsprüfungen lag Verschueren mit fünf Zehntel Sekunden knapp hinter Princen und konnte dank einer Bestzeit die Führung vor der allerletzten WP mit zwei Zehntel Sekunden Vorsprung wieder übernehmen.

Doch Kris Princen setzte alles auf eine Karte, griff an und setzte sich in der 12,3 Kilometer langen Abschluss-Prüfung mit 1,4 Sekunden Vorsprung durch, was ihm den vierten Gesamtsieg bei der Rally van Haspengouw einbrachte. Dritter mit 35,1 Sekunden Rückstand wurde Guillaume de Mévius.

Den zweiten Meisterschaftslauf rund um Spa ließ Verschueren aus und somit machte sich Princen berechtigte Hoffnungen auf den Gesamtsieg. Nach der ersten Etappe und fünf Wertungsprüfungen lag Princen auch in Führung, gefolgt von den Markenkollegen Ghislain de Mevius und Adrian Fernémont (alle jeweils Skoda Fabia R5). Überschattet wurde die erste Etappe von den Aktivitäten der Veranstaltungsgegner, die Nägel auf der Straße verteilten und zu einer Prüfungsabsage führten.

Die zweite Etappe begann Adrian Fernémont mit zwei Bestzeiten, während Guillaume de Mévius seinen Einsatz am Baum der Kultprüfung Clémentine beendete. An der Spitze bedrängte Ghislain de Mevius den Führenden Kris Princen, der sich unter Druck einen Reifenschaden einhandelte. Doch auch Ghislain de Mevius ereilte ein Reifenschaden in der elften Prüfung und somit übernahm Fernémont die Führung, die er bis ins Ziel verteidigte und im Alter von 29 Jahren den größten Erfolg seiner Rallye-Laufbahn feierte.

Ergebnis Rally van Haspengouw 2018:
1. Princen, K. / Eelbode, B. (Skoda Fabia R5) 1:18:41,2
2. Verschueren, V. / Hostens, V. (Skoda Fabia R5) +0:01,2
3. de Mévius, Gu. / Louka, L. (Peugeot 208 T16) +0:35,1
4. Timmers, M. / Kaspers, P. (Subaru Impreza WRC) +1:25,1
5. Matterne, S. / Vanlessen, R. (Skoda Fabia R5) +3:12,5 

Ergebnis Spa Rally 2018:
1. Fernémont, A. / Maillen, S. (Skoda Fabia R5) 1:46:14,5
2. Princen, K. / Eelbode, B. (Skoda Fabia R5) +0:05,2
3. Albert, M. / Mergny, W. (Ford Fiesta R5) +2:16,8
4. de Mevius, G. / Leyh, A. (Skoda Fabia R5) +3:59,9
5. Cracco, P. / Vermeulen, J. (Ford Fiesta R5) +7:19,3