Will Carlos Sainz seinen Dakar-Sieg verteidigen?

Carlos Sainz könnte doch noch einmal bei der Rallye Dakar antreten. Der Spanier hat scheinbar Angebote von Mini und Toyota auf dem Tisch liegen.

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Carlos Sainz könnte doch noch einmal bei der Rallye Dakar antreten. Der Spanier hat scheinbar Angebote von Mini und Toyota auf dem Tisch liegen.

Peugeot trat im Januar zum letzten Mal bei der Rallye Dakar an. Die Löwen-Marke wird sich künftig in der Rallycross-WM engagieren, die ab 2020 elektrisiert wird. Stephane Peterhansel, Cyrill Despres, Sebastien Loeb und Carlos Sainz müssen sich neue Teams suchen, wenn sie weiterhin bei der Dakar antreten wollen.

Im Falle von Carlos Sainz, dem diesjährigen Gewinner, schienen viele Experten überzeugt, dass der Spanier ebenfalls seinen Rückzug bekanntgeben wird. Doch offenbar hegt er andere Pläne. Wie spanische Medien jetzt berichten, sollen dem 55-jährigen Angebote von Mini und Toyota vorliegen.

Sainz will mit der Entscheidung zu welchem Team er gehen wird, so lange wie möglich warten, denn viel hängt von der Routenführung 2019 ab. Rallyedirektor Etienne Lavigne nahm derweil Sondierungsgespräche in Kolumbien auf, wo offensichtlich die Hafenstadt Cartagena Interesse an der Rolle des Zielortes bekundet hat. Außerdem würde Lavigne gerne nach Chile zurückkehren, zwischen 2009 und 2015 ein wichtiger Teil der Strecke. „1992 ist die Rallye Dakar durch den gesamten afrikanischen Kontinent gefahren“, blickt Lavigne zurück. „So etwas schwebt mir auch für Südamerika vor.“ 

Wichtige Faktoren für Sainz, denn Toyota setzt aktuell noch auf einen Allrad-Pickup, während Mini den neu eingeführten Buggy mit Heckantrieb weiterentwickeln will. Beide Konzepte haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile, wie zum Beispiel das System, mit dem der Luftdruck während der Fahrt verändert werden darf, was den Buggys vorenthalten ist. 

Bei den Verhandlungen wird Sainz jedoch Konkurrenz aus seinem ehemaligen Team bekommen. Peterhansel und Despres wollen erneut bei der Dakar starten und suchen ebenfalls nach neuen Cockpits, nur Loeb scheint nach der diesjährigen Pleite keine weiteren Ambitionen auf einen Ausflug nach Südamerika zu haben. Er konzentriert sich auf seinen Einsatz im Rallycross und die drei Auftritte im Citroën C3 WRC in der Rallye-WM.