Carlos Tavares: „Wenn Opel überlebt, ist alles möglich“

Am Rande der Rallye Monte Carlo erklärte PSA-Chef Carlos Tavares die Motorsport-Pläne seiner Marken Citroën und Peugeot. Die neue Konzerntochter Opel muss zunächst ihre Hausaufgaben erledigen.

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  • PSA-Chef Carlos Tavares (links) im Gespräch mit dem WRC-Team von Citroen

Am Rande der Rallye Monte Carlo erklärte PSA-Chef Carlos Tavares die Motorsport-Pläne seiner Marken Citroën und Peugeot. Die neue Konzerntochter Opel muss zunächst ihre Hausaufgaben erledigen.

Seit dem vergangenen Jahr gehört Opel zum französischen PSA-Konzern. Unternehmensboss Carlos Tavares hat der Firma einen knallharten Sparkurs verordnet, denn der Portugiese verfolgt ein großes Ziel: „Bis 2020 muss Opel die Wende geschafft haben.“

Damit erteilt Tavares allen Hoffnungen eine Absage, die in Kürze mit einem Opel Corsa R5 gerechnet haben. „Um zu überleben, muss man keinen Motorsport betreiben“, macht er deutlich.

Aktuell betätigt sich Opel nur in Deutschland mit einem Markenpokal und will erneut Fahrer mit einem Adam R2 in der Junior-Europameisterschaft einsetzen. „Das kostet uns wenig Geld“, erklärt Tavares, der diese Engagements offenbar nicht auf seiner Streichliste hat. Allerdings werden diese auch nicht ausgebaut. „Priorität hat für Opel in die Gewinnzone zu kommen“, sagt Tavares.

Es gibt einen Hoffnungsschimmer. Der vor Jahren noch schwer angeschlagene PSA-Konzern verwandelte sich unter der Führung von Tavares zu einem profitablen Unternehmen. Deshalb gesteht er seinen Marken Citroën (WRC) und Peugeot (WRX) mittlerweile auch ein großes internationales Motorsport-Programm auf höchstem Level zu.

„Wenn man Geld verdient, dann kann man den Motorsport nutzen, um seine Marke zu stärken“, so der 59-jährige. „Sollte Opel überleben, ist alles möglich und ich möchte sehr gerne deutsche Ingenieure im Motorsport sehen. Schaffen wir unsere Ziele, dann wird Opel auch ein großes Motorsport-Programm bekommen.“