Andreas Aigner: „Skandalöse Vorgangsweisen!“

Eine gute Woche hat es gedauert, bis sich das Gemüt von Rallye-Liezen-Veranstalter Andreas Aigner soweit beruhigt hat, dass er offiziell zu den Vorgängen rund um die Entscheidung von AMF und Rallye-Kommission, die Rallye Liezen 2018 nicht mehr in der ÖRM zuzulassen, äußert.

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Eine gute Woche hat es gedauert, bis sich das Gemüt von Rallye-Liezen-Veranstalter Andreas Aigner soweit beruhigt hat, dass er offiziell zu den Vorgängen rund um die Entscheidung von AMF und Rallye-Kommission, die Rallye Liezen 2018 nicht mehr in der ÖRM zuzulassen, äußert.

Die Rallye Liezen hat sich erneut um die Austragung eines ÖRM-Laufs beworben, wurde jedoch im Kalender 2018 wegen eines „Formalfehlers“ nicht berücksichtigt. Eine Entscheidung die vor allem bei Liezen-Veranstalter Andreas Aigner für Kopfschütteln und viel Wut im Bauch sorgt. Er hatte mittels eines Online-Formular (das ausschließlich über eine passwortgeschützten Seite aufrufbar ist) „seine“ Rallye für 2018 eingereicht hat, jedoch den Ausdruck nicht unterschrieben per Post zurückgesendet. 

„Plötzlich wurde uns nicht mehr gestattet, dieses Dokument, wie in den Vorjahren auch, nachzureichen“, wundert sich Aigner. „Ich war während dieser Zeit 14 Tage durchgehend unterwegs, da hat man mich von der entscheidenden Sitzung aus sogar angerufen und gefragt, ob ich die Rallye jetzt mache, oder nicht, was ich selbstverständlich bejaht habe. Abgelehnt wurden wir mit der lapidaren Begründung „Formalfehler“ dennoch. Das ist der Punkt, wo mir die Hutschnur hochgeht.“

Aigner weiter: „Da wird eine Sprintrallye, und nichts anderes ist die Rallye Leiben, kurzerhand zum ÖRM-Lauf, bei der plötzlich ein Helmut Schöpf als Veranstalter auftritt, der noch Tage zuvor verkündet hat, dass er nichts mehr machen wird. Da steckt eine lustige Entscheidungsfindung der IG Rallye dahinter, die als Veranstaltergemeinschaft Ihre Mitglieder fragen müsste, wofür man die beiden Stimmen in der Rallye-Kommission verwenden soll. Wenn ich jetzt selbstbewusst behaupte, dass wir in diesem Jahr in Sachen Starterfeld, Internationalität und Bewertung die beste Veranstaltung waren, dann darf ich schon die Frage stellen, ob man hier nicht mit voller Absicht einen Mitbewerber aus dem Weg schafft.“

"An Fadenscheinigkeit nicht zu überbieten"

Das Fazit von Andreas Aigner zu den Zuständen in der Meisterschaft fällt jedenfalls vernichtend aus: „Jetzt weiß ich wenigstens, warum ich die Rallye gar nicht mehr machen wollte. Es gibt kein Miteinander, nur ein Gegeneinander. Das Konzept beziehungsweise Produkt ÖRM steht nicht im Vordergrund, es zählt ausschließlich Eigeninteresse. Die Art und Weise der Kommunikation, den Ärger in Sachen Fahrervertreter, aber auch der Streit um unsere Qualifying-Stage, der sich über drei Wochen hinzog und vor allem auf dem Einspruch der IG Rallye und einem gewissen Helmut Schöpf basierte, sprechen Bände. Da sitzen zwei Leute, die zwar alle Mitglieder vertreten sollten, die aber nicht einmal mit allen Mitgliedern sprechen. Das ist schlicht und ergreifend skandalös.“

„Ich stelle abschließend die Frage, warum Christian Mrlik die Rallye Waldviertel nicht veranstalten darf. Ich wäre dafür gewesen, wurde aber als IG-Rallye-Mitglied nie gefragt, auch ein Willi Stengg wurde beispielsweise nicht gefragt. Und die Ausrede, Mrlik wäre als Veranstalter ohne Erfahrung, ist an Fadenscheinigkeit nicht zu überbieten. Was passiert denn derzeit bei der Jänner-Rallye? Dort unterstützt halt der Rallye Club Mühlviertel Neo-Veranstalter Robert Zitta. Christian Mrlik hatte die Zusage von Aigner Events, ihn bei der Durchführung zu unterstützen! Die AMF sollte sich gut überlegen, ob solche Vorgänge und diese handelnden Personen gut für den Rallyesport in Österreich sind“, macht sich Aigner weiter Luft.