X-raid schickt neuen Mini-Buggy zur Dakar-Rallye

X-raid wagt bei der kommenden Rallye Dakar den Schritt in eine neue Ära und präsentiert den Mini John Cooper Works Buggy.

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X-raid wagt bei der kommenden Rallye Dakar den Schritt in eine neue Ära und präsentiert den Mini John Cooper Works Buggy.

Nach 15 Jahren, in denen sich das Team aus Trebur voll auf allradbetriebene Rennfahrzeuge konzentriert hat, bringt es im Januar in Lima zum ersten Mal einen komplett selbst konstruierten zweiradangetriebenen Wüstenrenner an den Start. „Dieses Entwicklungsprojekt ist in der Firmengeschichte von X-raid einzigartig, denn es waren an keiner Entwicklung so viele Ingenieure beteiligt“, so Sven Quandt, X-raid Teamchef.  

„Der Gedanken, einen wettbewerbsfähigen Buggy zu bauen, kreiste schon seit langem in unseren Köpfen. Alleine schon wegen der Reglementsvorteile wollten wir so ein Fahrzeug bauen“, meinte Quandt weiter. „Ende vergangenen Jahres nahm der Gedanke dann Formen an.“

Im Februar 2017 war der Startschuss für das Projekt: Insgesamt arbeiteten über 45 Ingenieure von X-raid und zahlreichen Partnern am neuen Buggy. „Die Aerodynamik hat eine sehr große Rolle gespielt und wurde zusammen mit KLK Motorsport bei vielen Simulationen ausgefeilt“, so Quandt, „In Zusammenarbeit mit Mini Design entstand das endgültige Aussehen.“

BMW Steyr konstruierte im Rahmen des Reglements einen komplett neuen Motor auf Basis des bekannten BMW Sechszylinder. „Auch wenn wir so einen Buggy bisher noch nicht gebaut hatten“, so Quandt, „konnten wir doch auf jede Menge Erfahrung im Cross-Country-Bereich aufbauen.“

Anfang September absolvierte der Mini Buggy am X-raid Firmensitz in Trebur seine ersten Kilometer auf Asphalt. Nur wenige Tage später durfte das Auto in Ungarn das erste Mal Schotter unter den Rädern fühlen. „Da waren wir schon sehr aufgeregt“, erzählt Quandt. „Doch es hat gut funktioniert und der Buggy lief ohne größere Probleme.“ Somit konnte ihn das Team auf schwierigeres Terrain schicken. Über drei Wochen wurde der Buggy in Marokko auf Herz und Nieren getestet. „Natürlich ist uns das ein oder andere aufgefallen, dass wir noch verbessern können“, meint Quandt. „In dieser Zeit musste der Buggy jedoch nicht aufgrund eines technischen Problems stoppen und das ist wirklich bemerkenswert. Die größte Herausforderung war, dieses Projekt zu managen und keinen Punkt aus den Augen zu verlieren.“

Bei weiteren Tests wurde der Mini Buggy weiter auf die große Herausforderung Rallye Dakar vorbereitet. „Wir wissen, dass immer das Risiko von Problemen besteht, wenn man mit einem neuen Fahrzeug antritt“, meint Sven Quandt. „Aber wir und der Buggy sind so gut es in dieser kurzen Zeit möglich war auf die Herausforderungen und Strapazen in Südamerika vorbereitet. 

Weiterentwicklung am Allradler

Auch am Mini John Cooper Works Rally wurden etliche Änderungen vorgenommen. „Den 4x4 darf man bei aller Euphorie auf keinen Fall außer Acht lassen“, sagt Sven Quandt. „Es gibt Strecken und Terrain, auf dem hat ein Allradler Vorteile. Zudem ist unser Fahrzeug extrem zuverlässig und genau diese Zuverlässigkeit hat uns bereits zu zahlreichen Erfolgen verholfen.“ Nicht nur durch das geänderte technische Reglement, sondern auch durch die Neuentwicklung des Motors für den Buggy konnte der vierradangetriebene MINI John Cooper Works Rally deutlich verbessert werden. Hauptpunkte durch die Reglementsanpassung waren der nun größere Federweg von 250 Millimetern auf 280mm und die Verringerung des Gesamtgewichtes um 102 Kilogramm (von 1.952kg auf 1.850kg).

„Wir haben es geschafft, das neue Mindestgewicht zu erreichen“, berichtet Sven Quandt. „Dafür haben wir jedes Teil am Fahrzeug auf eine Gewichtsoptimierung hin analysiert.“ So wurde unter anderem die Dicke der Kohlfaser-Außenhaut und das Gewicht des Rahmens deutlich reduziert. „Wir haben uns auch alle Schrauben vorgenommen und allein hier drei bis vier Kilogramm eingespart“, so der Teamchef. „Daran sieht man, wie sehr wir in die Tiefe gegangen sind.“

„Unser Ziel ist es auf das Podium zu fahren - ob mit dem Buggy oder dem Allradler“, so Quandt weiter. „Es gibt viele Variablen, auf die wir keinen Einfluss haben, wie zum Beispiel die Streckenführung, das Wetter und natürlich Glück – denn dies gehört bei einer Dakar auch dazu. Unsere Mini sind so gut wie möglich auf diese Herausforderung vorbereitet.“

X-Raid-Fahrerpaarungen

Mini John Cooper Works Buggy
Mikko Hirvonen (FIN) / Andreas Schulz (GER)
Bryce Menzies (USA) / Pete Mortensen (USA)
Yazeed-Al Rajhi (KSA) / Timo Gottschalk (GER) 

Mini John Cooper Works Rally
Orlando Terranova (ARG) / Ronnie Graue (ARG)
Nani Roma (ESP) / Alex Haro (ESP)
Jakub Przygonski (POL) / Tom Colsoul (BEL)
Boris Garafulic (CHI) / Filipe Palmeiro (POR