Rovanperä: Ausfall macht Teamorder überflüssig

Dramatisches Finale in San Marino. Ein defekter Sensor bringt Kalle Rovanperä um den zweiten Platz, doch diesen hätte der Finne wohl auch ohne technische Probleme verloren.

Dramatisches Finale in San Marino. Ein defekter Sensor bringt Kalle Rovanperä um den zweiten Platz, doch diesen hätte der Finne wohl auch ohne technische Probleme verloren.

Bitteres Ende für Kalle Rovanperä bei der Rallye San Marino. Nach der letzten Prüfung liegt der 16-jährige Finne auf dem zweiten Platz, doch auf der 77 Kilometer langen Verbindungsetappe zurück zum Ziel bleibt sein Peugeot 208 T16 plötzlich wegen eines defekten Benzindrucksensors liegen.

Seinen zweiten Platz hätte Rovanperä möglicherweise auch ohne technische Probleme verloren, denn sein Teamkollege Paulo Andreucci, der am ersten Tag als erster Fahrer auf die Strecke musste und deshalb Zeit verlor, lag auf dem dritten Platz und brauchte im Kampf um den Meistertitel jeden zusätzlichen Punkt. Andreucci konnte im Verlauf der letzten Etappe seinen Rückstand auf Rovanperä von 29,3 Sekunden auch 8,7 eindampfen, doch ein Reifenschaden warf ihn erneut zurück. Durch den Ausfall von Rovanperä musste das Team jedoch keine Rechenaufgabe anstellen, um wie viele Minuten sich dessen Beifahrer Risto Pietiläinen verstempeln muss, damit Andreucci noch vorbeikommen kann. Durch den zweiten Platz ist Andreucci sein zehnter Titel so gut wie sicher.

Sieger der Rallye wurde Umberto Scandola (Skoda), der sich über weite Strecken ein spannendes Duell mit Simone Campetelli (Ford) lieferte. Doch drei Prüfungen vor Schluss leistete sich der Ford-Pilot einen entscheidenden Fahrfehler, der für ihn das vorzeitige Aus bedeutete. Zum gleichen Zeitpunkt war auch für den 16-jährigen Bolivianer Marco Bulacia die Rallye zu Ende. Nach einem Ausritt musste er seinen Ford mit einem Aufhängungsschaden abstellen. Zu diesem Zeitpunkt lag er auf dem fünften Platz. 

Ergebnis Rallye San Marino 2017

1. Scandola Umberto / D'Amore G. Škoda Fabia R5 1:42:30.0
2. Andreucci Paolo / Andreussi A. Peugeot 208 T16 +2:25.4
3. Nucita Andrea / Vozzo Marco Ford Fiesta R5 +2:53.1
4. Costenaro Giacomo / Bardini J. Peugeot 208 T16 +4:25.6
5. Hoelbling Luca / Grassi Mauro Škoda Fabia R5 +4:49.8
6. Dalmazzini Andrea / Ciucci G. Ford Fiesta R5 +5:24.3
7. Ceccoli Daniele / Capolongo P. Ford Fiesta R5 +5:50.3
8. Panzani Luca / Baldacci Sara Peugeot 207 S2000 +5:52.5
9. Bruschetta A. / Zortea M. Subaru Impreza STi +9:22.7
10. Pollara Marco / Princiotto G. Peugeot 208 R2 +10:07.4