Rovanperä vs. Bulacia – Duell der 16-Jährigen, Teil 2

Dieses Wochenende kommt es bei der Rallye San Marino zum erneuten Aufeinandertreffen zweier Teenager: Kalle Rovanperä tritt bei der Schotterrallye gegen den Bolivianer Marco Bulacia an. Der erste Vergleich auf Asphalt endete mit einem Unentschieden, jetzt messen sich die Youngster auf Schotter.

Dieses Wochenende kommt es bei der Rallye San Marino zum erneuten Aufeinandertreffen zweier Teenager: Kalle Rovanperä tritt bei der Schotterrallye gegen den Bolivianer Marco Bulacia an. Der erste Vergleich auf Asphalt endete mit einem Unentschieden, jetzt messen sich die Youngster auf Schotter.

Insgesamt 16 R5-Autos nehmen am sechsten Lauf zur italienischen Rallye-Meisterschaft teil, darunter die drei Titel-Anwärter Paolo Andreucci (Peugeot), Simone Campedelli (Ford) und Umberto Scandola (Skoda). Im Mittelpunkt des Interesses steht jedoch nicht nur dieser Dreikampf, sondern auch die Neuauflage des Duells der Teenager. Auf Asphalt standen sich Kalle Rovanperä (Peugeot 208 T16) und Marco Bulacia (Ford Fiesta R5) bereits im Mai bei der Rallye Adriatico gegenüber – mit ernüchterndem Ausgang für beide. Bulacia überschlug sich in WP Fünf, der Finne kam in Prüfung Nummer 12 von der Strecke ab und musste wenig später aufgeben.

Auf Schotter dürften sich die 16-Jährigen zwar wohler fühlen, allerdings unterscheiden sich die Pisten in San Marino deutlich von dem, was die Jungspunde bisher kennen. „Im Baltikum sind die Prüfungen sehr schnell, hier sehr langsam“, erklärt der Sohn des früheren WM-Werksfahrers Harri Rovanperä, der nicht nur auf die Erfahrung seines Vaters, sondern auch auf die seines Teamkollegen Paolo Andreucci bauen kann. „Er hat uns sehr geholfen, das war extrem wichtig für uns.“

Sein südamerikanischer Widersacher reist mit breiter Brust nach Italien, erst vor kurzem hat er die Top-Kategorie in der heimischen Meisterschaft auf einem Toyota Corolla gewonnen. Dafür muss sich Bulacia gleich doppelt umstellen. Neben den Streckenbedingungen – „Zuhause sind die Straßen breiter und es gibt mehr Felsen und Abhänge“ – muss er auch einen anderen Fahrzeugtyp meistern. „Es ist so, als müsste ich den ‚Chip‘ in meinem Kopf umstellen, das ist sehr schwierig.“

Wie das Duell der 16-Jährigen ausgeht, wird sich am heutigen Samstag und morgigen Sonntag auf 14 Wertungsprüfungen über 132 Kilometer zeigen.