PSA-Planspiele: Opel Corsa R5 wohl ab 2019

Offiziell ist noch nichts bestätigt, doch in den vergangenen Wochen verdichteten sich die Gerüchte, dass die PSA-Gruppe ihre R5-Neuentwicklung auch als Opel auf den Markt bringen wird – allerdings erst 2019. 2018 soll der Citroen C3 R5 noch eine Exklusivstellung einnehmen.

Offiziell ist noch nichts bestätigt, doch in den vergangenen Wochen verdichteten sich die Gerüchte, dass die PSA-Gruppe ihre R5-Neuentwicklung auch als Opel auf den Markt bringen wird – allerdings erst 2019. 2018 soll der Citroen C3 R5 noch eine Exklusivstellung einnehmen.

Seitdem die Übernahme von Opel durch die PSA-Gruppe bestätigt ist, geht diese Frage in Rallyekreisen um: Wie steht es jetzt um ein R5-Auto von Opel, das schon seit Jahren angedacht ist, aber bis dato nie umgesetzt wurde? Die Antwort scheint nach aktuellem Stand vielversprechend zu sein.

PSA will dem gerade in der Entwicklung befindlichen Citroen C3 R5 zwar im ersten Jahr (2018) ein Exklusivrecht einräumen, ab 2019 soll es aber auch einen R5-Renner mit Opel-Emblem geben. Dieser soll ebenfalls in der markenübergreifenden PSA-Kundensportabteilung in Frankreich entstehen – ähnlich wie die aktuellen Modelle Citroen DS3 R5 und Peugeot 208 T16. Die Federführung übernimmt diesmal jedoch nicht Peugeot Sport, sondern Citroen Racing. Als Basis soll die nächste Generation des Opel Corsa dienen, die Ende 2018 als Serienmodell vorgestellt wird und schon auf derselben Plattform basiert wie der C3.

Die Vorteile des Gemeinschaftsprojekts liegen auf der Hand: Für den Corsa fallen kaum zusätzliche Entwicklungskosten an, da er viele Teile – zum Beispiel das Getriebe – aus dem C3 übernehmen kann. Für den Konzern wäre es eine Chance, seine neue Marke mit vergleichsweise geringem Risiko emotional aufzuladen und mehr Kunden anzusprechen.

Bereits jetzt scheint das Interesse an einem Opel Corsa R5 groß zu sein. Diverse Importeure – von Norwegen bis Spanien – sollen bereits ihr Interesse an dem Fahrzeug bekundet haben. Die Strahlkraft von Opel im Rallyesport scheint also auch 35 Jahre nach Walter Röhrls Weltmeistertitel auf dem Ascona 400 noch nicht verpufft. Insider vermuten gar, dass PSA mehr Opels als Citroen absetzt.

Bei Holzer Motorsport wird man über derartige Neuerung nicht gerade erfreut sein. Die Augsburger Motorsportschmiede hat gerade erst einen Corsa R5 in Eigenregie entwickelt und im Rahmen der Rallye Portugal vorgestellt. Eine Homologation seitens Opel ist aktuell jedoch nicht geplant – und je wahrscheinlicher der von PSA entwickelte Corsa wird, umso geringer sind die Aussichten für den Holzer-R5. Ihm droht ein schlimmeres Schicksal als früher dem Kadett 4x4, der immerhin bei der Rallye Dakar eingesetzt wurde.