Schneebergland-Rallye: Klein aber fein

Nur 27 Fahrer treten in der kommenden Woche bei der Schneebergland-Rallye an, doch die Fans kommen dennoch auf ihre Kosten. An der Spitze tobt der neu entfachte WRC-Kampf erstmals auf Schotter.

Nur 27 Fahrer treten in der kommenden Woche bei der Schneebergland-Rallye an, doch die Fans kommen dennoch auf ihre Kosten. An der Spitze tobt der neu entfachte WRC-Kampf erstmals auf Schotter.

Die Niederlage im Wechselland hat geschmerzt und umso intensiver dürfte sich Raimund Baumschlager auf die bevorstehende Schneebergland-Rallye vorbereiten. Auch dort sitzt der Rekord-Staatsmeister im VW Polo WRC, dem erfolgreichsten Rallyeauto der Neuzeit.

Seine Ford-Konkurrenten Hermann Neubauer und Gerwald Grössing haben im letzten Jahr alle Bestzeiten unter sich ausgemacht und obwohl Lokalmatador Grössing mehr Prüfungen gewinnen konnte, setzte sich in der Gesamtwertung Neubauer mit 8,8 Sekunden Vorsprung durch.

Der Kreis der Podestanwärter ist damit aber noch nicht ausgeschöpft: Hinter den World Rally Cars warten gleich sieben R5-Piloten auf ihre Chancen, ein Wörtchen um das Podium oder gar den Sieg mitzureden. An erster Stelle der erfahrene Niki Mayr-Melnhof, der seinen Ford Fiesta R5 schon die bisherigen Meisterschaftsläufe über schnell und gekonnt bewegt hat. Der Umstieg vom Rundstreckensport in die Rallyeszene ist längst abgeschlossen und die Hoffnung auf Ausfälle der stärkeren WRC-Boliden erfüllte sich bislang bereits einige Male. 

Christian Schuberth-Mrlik wird endlich wieder in den Skoda Fabia R5 zurückkehren, nachdem er seinen bei der Wechselland Rallye geplanten Start leider aus budgetären Gründen absagen musste. Ein bisher unbeschriebenes Blatt in dieser Fahrzeugklasse ist der Ungar Zoltán Szabó, der seinen ersten R5-Start in Österreich mit einem Skoda Fabia bei der Schneebergland Rallye absolvieren wird. Zwei weitere R5-Piloten, Gerald Rigler und Franz Sonnleitner werden je einen Ford Fiesta steuern, Rallycross-Legende Walter Mayer zündet noch ein Mal seinen bekannten Peugeot 208 T16 R5.


Last but not least, die Überraschung schlechthin: Andi Aigner (erster Start im Schneebergland im Skoda Fabia R5) und Kris Rosenberger (erster Start im Ford Fiesta R5 überhaupt), könnten die Spitze ordentlich aufmischen. Nicht zu vergessen: Aigner hat als momentan Dritter in der Staatsmeisterschaft als R5-Pilot sogar Chancen auf den Meistertitel!

In der ORM 2WD ist die Ausgangslage prekär: Die drei Führenden der Meisterschaft (Daniel Wollinger auf Opel Corsa OPC, Michael Kogler auf Citroen DS3 R3 T und Julian Wagner auf Opel Adam R2) stehen alle am Start und werden sich einen Sekundenkrimi liefern - bei diesen schwierigen Prüfungen ein Tanz auf Messers Schneide. Lachende Vierte könnten dabei Christoph Zellhofer (Suzuki Swift), Kristof Klausz (Peugeot 208 R2), Wolfram Doberer (Opel Corsa OPC), oder Thomas Mosburger (Opel Corsa OPC) werden.

Der Start der Schneebergland-Rallye erfolgt am 24. Juni um 9 Uhr in Rohr im Gebirge. Der Zieleinlauf erfolgt um 17 Uhr vorgesehen.