Baumschlager gewinnt Herzschlagfinale im Rebenland

Raimund Baumschlager heißt der Sieger der diesjährigen Rebenland-Rallye. In einem packenden Finale setzte sich der Skoda-Pilot zusammen mit Beifahrer Pirmin Winklhofer gegen seinen einzig verbliebenen WRC-Konkurrenten Gerwald Grössing durch.

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  • Raimund Baumschlager gewinnt erneut die Rebenland-Rallye

Raimund Baumschlager heißt der Sieger der diesjährigen Rebenland-Rallye. In einem packenden Finale setzte sich der Skoda-Pilot zusammen mit Beifahrer Pirmin Winklhofer gegen seinen einzig verbliebenen WRC-Konkurrenten Gerwald Grössing durch.

Nur 1,5 Sekunden trennten Spitzenreiter Gerwald Grössing (Ford Fiesta WRC) und Verfolger Raimund Baumschlager (Skoda Fabia R5) vor der letzten Prüfung der Rebenland-Rallye. Im spannungsgeladenen Finale des österreichischen Saisonauftakts behielt der Rekord-Staatsmeister die Nerven und holte sich mit einer überragenden Bestzeit doch noch den Sieg. Grössing fing sich durch einen Frühstart auch noch zehn Strafsekunden ein und musste sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben.

„Das ist das erste Mal nach dreißig Jahren, dass ich im Ziel Tränen in den Augen hatte. Es war eine unheimlich spannende Rallye vom Anfang bis zum Schluss. Ohne meine zwei Dreher wäre die Sache freilich etwas einfacher gewesen“, meinte Baumschlager. Der unterlegene Grössing erklärte: „Ich habe sofort nach dem Start in die letzte Prüfung gewusst, dass ich die Rallye verloren habe. Leider ist ausgerechnet vor dem entscheidenden Duell die Traktionskontrolle meines Autos ausgefallen und ich musste den Motor beim Start extrem pushen. Dabei habe ich einen Frühstart produziert.“

Der lange Zeit führende Hermann Neubauer (Ford Fiesta WRC) war nach einem Fahrfehler vorzeitig ausgeschieden, ebenso wie Marijan Griebel, der seinen Skoda Fabia R5 nach einem Turboschaden abstellen musste. Zu diesem Zeitpunkt lag der Junior-Europameister auf dem dritten Gesamtrang.

Dass der steirische Lokalmatador Andreas Aigner nicht auf dem Podest stand, lag an einem Missgeschick am Ende des ersten Tages, bei dem er sich mit seinem Auto überschlug und so das Ziel der letzten Prüfung nicht erreichte. Zwar konnte er am zweiten Tag wieder starten, jedoch mit fünf Minuten Strafzeit – umso erstaunlicher, dass Aigner noch Platz fünf holte. So blieb es Niki Mayr-Melnhof vorbehalten, sich als bester Steirer zu positionieren und seinen Ford Fiesta R5 am Ende als Gesamtdritter aufs Siegespodest zu pilotieren. 

In der 2WD-Staatsmeisterschaft setzte sich mit dem Steirer Daniel Wollinger (Renault Clio R3) der prognostizierte Favorit durch. Michael Kogler (Citroën DS3 R3) holte vor Julian Wagner (Opel Adam R2) den zweiten Platz. In der Junioren-Staatsmeisterschaft holte Julian Wagner den Sieg vor dem Ungarn Kristof Klausz (Peugeot 208 R2) und Lukas Carlos Stengg (Opel Adam R2).

Im Rallye Cup der AMF gewann in der Division 1 Titelverteidiger Martin Kalteis (Mitsubishi Evo VII) vor dem M1-Piloten Günter Knobloch (Subaru WRX). In der Division 2 siegte Bernd Gebetsberger (VW Golf 2 GTI) vor Enrico Windisch (Renault Clio). In der Historic Rallye Staatsmeisterschaft der AMF gewann Kris Rosenberger (Porsche 911) vor Gert Göberndorfer (Opel Ascona B) und freute sich: „Mein Ziel habe ich mit dem Sieg absolut erreicht. Gert war aber ein unglaublich harter Brocken und hat mich bis zum Schluss voll gefordert.“ A

Einen italienischen Doppelsieg gab es im Historic Rallye Cup durch Paolo Pasutti und Rino Muradore (beide Ford Sierra Cosworth). Im M1 Rallye Masters gewann Günter Knobloch vor Enrico Windisch (Renault Clio) und Michael Röck (Ford Fiesta ST). Im Mitropacup siegte der für Kroatien startende Ungar Krisztian Hideg (Mitsubishi Evo IX) vor Hermann Gaßner (Mitsubishi Evo X) und dem Ungarn Kristof Klausz.

Ergebnis Rebenland-Rallye 2017

1. Baumschlager / Winklhofer Škoda Fabia R5 1:36:58.5
2. Grössing / Beinke Ford Fiesta WRC +14.0
3. Mayr-Melnhof / Welsersheimb Ford Fiesta R5 +1:13.1
4 Hideg / Kerek Mitsubishi EVO 9 +5:44.3
5. A. Aigner / Minor Škoda Fabia R5 +5:57.5
6. Gassner / Thannhäuser Mitsubishi EVO X +5:58.1
7. G. Aigner / Hübler Ford Fiesta WRC +6:04.9
8. Hadik / Kertesz Ford Fiesta R5 +7:11.5
9. Majercak / Vejackova Ford Fiesta R5 +7:44.5
10. Wollinger / Forstner Renault Clio +8:11.3