Dakar 2017: Peterhansel verteidigt Vorsprung

Sébastien Loeb gewinnt die vorletzte Wertungsprüfung, kann aber den Rückstand zu Peugeot-Teamkollegen Stéphane Peterhansel nur um 18 Sekunden verkürzen. Nur noch 64 WP-Kilometer bis zum Ziel.

  • Stephane Peterhansel ist der Dakar-Sieg fast nicht mehr zu nehmen

Sébastien Loeb gewinnt die vorletzte Wertungsprüfung, kann aber den Rückstand zu Peugeot-Teamkollegen Stéphane Peterhansel nur um 18 Sekunden verkürzen. Nur noch 64 WP-Kilometer bis zum Ziel.

Das teaminterne Duell zwischen Stéphane Peterhansel und Sébastien Loeb ging am Freitag zugunsten des neunmaligen Rallye-Weltmeisters aus. Loeb gewann die elfte und damit vorletzte Wertungsprüfung mit minimalen 18 Sekunden vor Peterhansel. Sein Rückstand auf den Spitzenreiter beträgt damit immer noch 5:32 Minuten. Peterhansel kann so relativ entspannt auf die nur 64 Kilometer kurze Wertungsprüfung am Samstag gehen.

Die elfte, wieder zweigeteilte Wertungsprüfung sah zwei unterschiedlich verlaufende Abschnitte. Kurz vor dem Ziel des ersten Teils hatte Loeb den drei Minuten vor ihm gestarteten Peterhansel bereits eingeholt. Seite an Seite pflügten die beiden Peugeot-Stars durch das Buschland und kamen hintereinander im Zwischenziel an. Rund fünf Stunden später, am Ende der neutralisierten Zone, setzten sie ihr direktes Duell fort. Peterhansel konnte sich jetzt aber nach und nach wieder vom Verfolger absetzen und den Startabstand beinahe wieder herstellen.

Auf der teilweise einer Buckelpiste gleichenden, dann wieder durch wüstenähnliches Buschland verlaufenden Strecke waren die Peugeot-Buggys mit ihren längeren Federwegen den Allradlern von Mini und Toyota haushoch überlegen. Schon auf dem ersten Teilabschnitt hatte Loeb einen Vorsprung von fast siebeneinhalb Minuten auf den zu diesem Zeitpunkt drittplatzierten Orlando Terranova und seinen deutschen Beifahrer Andreas Schulz herausgefahren.

Auf dem zweiten Teilstück verteidigten Terranova/Schulz Tagesrang drei gegen  Giniel de Villiers und Copilot Dirk von Zitzewitz (Toyota). Kurioserweise sitzt auch im Mini, der auf Rang fünf ins Ziel kam ein deutscher Navigator – Timo Gottschalk, der Yazeed Al-Rajhi den Weg weist.

Ergebnis 11. Etappe

01. Sébastien Loeb/Daniel Elena, Peugeot 3:21.16 Std.

02. Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret, Peugeot +0.18

03. Orlando Terranova/Andreas Schulz, Mini +6.37

04. Giniel de Villiers/ Dirk von Zitzewitz, Toyota +7.01

05. Yazeed Al-Rajhi/Timo Gottschalk, Mini +7.25

06. Cyril Despres/David Castera, Peugeot +7.32

Zwischenstand nach Etappe 11

01. Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret, Peugeot 28:20.16 Std.

02. Sébastien Loeb/Daniel Elena, Peugeot +5.32

03. Cyril Despres/David Castera, Peugeot +32.54

04. Nani Roma/Alex Haro Bravo, Toyota +1:15.43

05. Giniel de Villiers/ Dirk von Zitzewitz, Toyota +1:49.37

06. Orlando Terranova/Andreas Schulz, Mini +1:51.40

Vorschau Etappe 12

Río Cuarto–Buenos Aires – Prüfung: 64 km; Tagesdistanz: 768 km - Ein knackiger Sprint zum Abschluss: Gerade einmal 64 Prüfungskilometer gilt es am zwölften und letzten Tag der „Dakar“ auf dem Weg nach Buenos Aires zu absolvieren. Wer hier kein zu großes Risiko mehr eingeht, sollte es ins Ziel schaffen. Das befindet sich nach einer mehrere Hundert Kilometer langen Verbindungsetappe im Herzen der argentinischen Hauptstadt. Tausende begeisterte Fans werden zur Siegerpodium vor dem Gebäude des argentinischen Automobilclubs „ACA“ strömen und ihren „Dakar“-Helden zujubeln. Ein Gedanke, der den Teilnehmern auf der Zielgerade der härtesten Rallye der Welt einen Extra-Schub an Motivation geben sollte.