Dakar 2017: Peterhansel siegt vor Loeb

Zum 13. Mal hat Stephane Peterhansel die Rallye Dakar gewonnen. Sebastien Loeb landete auf dem zweiten Rang und Cyril Despres sorgte als Dritter für einen Peugeot-Dreifacherfolg.

  • Stephane Peterhansel gewinnt zum 13. Mal die Rallye Dakar

Zum 13. Mal hat Stephane Peterhansel die Rallye Dakar gewonnen. Sebastien Loeb landete auf dem zweiten Rang und Cyril Despres sorgte als Dritter für einen Peugeot-Dreifacherfolg.

Stéphane Peterhansel (Peugeot) hat zum 13. Mal die Rallye Dakar gewonnen. Bei seinem siebten Erfolg im Auto musste er sich bis ins Ziel der Angriffe von Teamkollege Sébastien Loeb erwehren. Der neunmalige Rallye-Weltmeister feierte auf der letzten Wertungsprüfung seinen fünften Tagessieg, musste sich aber schließlich Peterhansel mit gut fünf Minuten geschlagen geben.

„Sébastien hat uns alles abverlangt, wir mussten jeden Tag ans Limit gehen“, sagte Peterhansel im WP-Ziel. „Aber auch dank meines Beifahrers Jean-Paul Cottret habe ich insgesamt weniger Fehler gemacht.“. Loeb verlor auf der vorletzten Etappe durch einen Reifenschaden Zeit, schon in der ersten Woche hatte ihn ein Motorproblem mehr als eine Viertelstunde gekostet. „Gratulation an Stéphane. Seine Erfahrung hat gesiegt, auch wenn wir schneller waren“, fasste Loeb zusammen.

Cyril Despres, wie Peterhansel ehemaliger Dakar-Sieger auf dem Motorrad, vervollständigte das komplett von Peugeot besetzte Podium. Nani Roma (Toyota) als schnellster Verfolger hat bereits über eine Stunde Rückstand. Der Spanier gewann das teaminterne Duell gegen Giniel de Villiers und seinen deutschen Beifahrer Dirk von Zitzewitz.

„Das war zum Abschluss nochmal ein guter Tag, Rang drei im Tagesergebnis kann sich sehen lassen“, sagte der Holsteiner. „Mit dem Gesamtresultat können wir ganz zufrieden sein. Es war eine harte und anstrengende Rallye, die anfangs überhaupt nicht für uns lief. Die zweite Woche war dann ganz versöhnlich.“

Von Zitzewitz war nicht der Einzige, der auch Kritik an den Organisatoren übte. „Wir hätten uns mehr Rennkilometer gewünscht. Die Streckenwahl war wirklich hart und es gab viele Tage in enormer Höhe. Beim Roadbook muss unbedingt noch nachgebessert werden. Die Gefahreneintragungen waren nicht immer korrekt, genauso wie die Richtungshinweise.“ 

Kritik am Reglement

Das Dreifach-Podium für Peugeot, das als einziges der großen Teams auf einen Buggy setzte (nur Hinterradantrieb, dafür rund 400 Kilogramm leichter und größere Federwege), schmeckte der Allrad-Fraktion ebenfalls nicht. „Was auch klar geworden ist: Das Reglement ist nicht gerecht, die Buggys sind klar im Vorteil. Kein Allrad-Fahrzeug hatte dieses Jahr wirklich eine Chance“, beschrieb Von Zitzewitz.

Direkt hinter De Villiers/Von Zitzewitz kam ein weiterer deutscher Beifahrer ins Ziel.  Andreas Schulz navigierte Orlando Terranova im Mini zum starken sechsten Rang. Mikko Hirvonen, lange Zeit bestplatzierter Mini-Pilot aus dem deutschen X-Raid-Team, verspielte ein Spitzenergebnis mit Navigationsfehlern. Der Finne wurde am Ende 13. noch hinter Martin Prokop und dessen österreichischen Beifahrerin Ilka Minor im privat aufgebauten Ford.

Stephan Schott (Mini) kam auf Rang 15 ins Ziel. Yazeed Al-Rajhi und sein deutscher Beifahrer Timo Gottschalk (Mini) wurden zwar als 27. gewertet. Den beiden droht allerdings Wertungsausschluss, weil sei eine Etappe aufgrund des unter Höhenkrankheit leidenden Al-Rajhi nicht beendet hatten und nur unter Berufung weiterfahren durften.

Ergebnis Rallye Dakar 2017

01. Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret, Peugeot 28:49.30 Std.
02. Sébastien Loeb/Daniel Elena, Peugeot +5.13
03. Cyril Despres/David Castera, Peugeot +33.28
04. Nani Roma/Alex Haro Bravo, Toyota+1:16.43
05. Giniel de Villiers/ Dirk von Zitzewitz, Toyota +1:49.48
06. Orlando Terranova/Andreas Schulz, Mini +1:52.31
07. Jakub Przygonski/Tom Colsoul, Mini +4:17.47
08. Romain Dumas/Alain Guehennec, Peugeot +4:24.01
09. Conrad Rautenbach/Robert Howie, Toyota +4:40.13
10. Mohammed Abu-Issa/Xavier Panseri, Mini +4:53.30
11. Martin Prokop/Ilka Minor, Ford +4:58.51
. . .
13. Mikko Hirvonen/Michel Perin, Mini +5:56.00
. . .
15. Stephan Schott/Paulo Fiuza, Mini +7:24.32
. . .
27. Yazeed Al-Rajhi/Timo Gottschalk, Mini +15:04.37