Rally Croatia: Ohne Al-Ketbi, dafür mit Kößler und Sulzinger

Am kommenden Wochenende steigt mit der Rally Croatia die älteste und prestigeträchtigste Motorsport-Veranstaltung Kroatiens, allerdings ohne die Startnummer 1. Die Ford-Piloten Rashid Al-Ketbi/Karina Hepperle fehlt verletzungsbedingt, dafür kehrt ein anderes deutsches Team aus der Verletzungspause zurück.

Am kommenden Wochenende steigt mit der Rally Croatia die älteste und prestigeträchtigste Motorsport-Veranstaltung Kroatiens, allerdings ohne die Startnummer 1. Die Ford-Piloten Rashid Al-Ketbi/Karina Hepperle fehlt verletzungsbedingt, dafür kehrt ein anderes deutsches Team aus der Verletzungspause zurück.

Die 43. Rally Croatia wird ohne das Team mit der Startnummer 1 über die Bühne gehen. Rashid Al-Ketbi und Karina Hepperle mussten ihre Teilnahme nach einem Unfall bei der Serbian Rallye am vergangenen Wochenende kurzfristig absagen. Bei dem Frontalaufprall ihres Ford Fiesta R5 zog sich die deutsche Copilotin eine Verletzung zu, die eine Teilnahme unmöglich macht.

An selber Stelle feiert das Rallyeteam Kößler sein Comeback nach überstandener Verletzungspause. Manuel Kößler und Marcus Poschner sitzen erstmals seit Mai wieder im Cockpit ihres Subaru Impreza R4. „Ich kann schmerzfrei und ohne Krücken laufen – und ich darf endlich wieder rallyefahren“, berichtet Poschner, der sich im Sommerurlaub eine Knorpelabsplitterung und einen komplizierten Bänderriss im rechten Sprunggelenk zugezogen hat.

Für das Comeback haben sich Poschner und sein „Chauffeur“ Manuel Kößler einen echten Belastungstest ausgesucht. 184 WP-Kilometer stehen bei dem Lauf zur FIA European Rally Trophy auf dem Programm, keine der zwölf Wertungsprüfungen misst weniger als zehn Kilometer. Die Königsprüfung namens „Cerovlje“ führt sogar über 24,17 Kilometer mit einem Schotteranteil von rund sechs Prozent.

„Wir haben reichlich Zeit im Cockpit, was nach der langen Pause besonders wichtig, aber auch physisch anstrengend ist“, erklärt Poschner. „Unser Ziel ist es, uns am Freitag an das Limit ranzutasten und am Samstag ein paar Highlights zu setzen.“ Manuel Kößler, 2014 Sieger des Mitropa Rallye Cups, sieht die Situation ähnlich. „Das Ergebnis spielt für uns diesmal keine große Rolle. Nach viermonatiger Wettkampfpause wollen wir unseren Rhythmus finden und Spaß haben.“

Eine Standortbestimmung wird die Rallye rund um die Hafenstadt Poreč dennoch: In der R4-Klasse trifft das Rallyeteam Kößler auf alte Bekannte. Mit Krisztian Hideg, Juraj Sebalj, Darko Peljhan und Janos Szilagyi (alle Mitsubishi Lancer Evo IX) haben sich die Deutschen dieses Jahr schon bei der Rallye Opatija und der Rallye Velenje gemessen. Top-Favoriten auf den Gesamtsieg bei der Zwei-Tages-Veranstaltung auf der Halbinsel Istrien sind der Ungar Antal Kovacs und der Slowake Vlastimil Majercak (beide Ford Fiesta R5).

In der R2-Klasse wird ebenfalls Deutsch gesprochen. Raffael Sulzinger und Claudia Harloff (Ford Fiesta R2) nehmen es in der ERT 3 nicht nur mit Roland Stengg und Michael Kölbach (Opel Adam R2) auf, sondern auch mit dem bärenstarken Rok Turk (Peugeot), der oft sogar Teams aus größeren Klassen ärgert. Für die deutschen Teilnehmer wird der Start in Kroatien also auch eine echte Standortbestimmung.