Mini gegen Peugeot, Toyota und Co

Mini triumphierte drei Mal in Folge bei der Rallye Dakar. Im kommenden Jahr rüsten die Gegner auf: Zahlreiche Toyota Hilux, Buggys, ein Hummer und die neuen Peugeot 2008 DKR nehmen die 9.000 Kilometer lange Strapaze in Angriff. Gestartet wird am 4. Januar in Buenos Aires, die Route führt das Teilnehmerfeld durch Argentinien, Chile und Bolivien.

Mini triumphierte drei Mal in Folge bei der Rallye Dakar. Im kommenden Jahr rüsten die Gegner auf: Zahlreiche Toyota Hilux, Buggys, ein Hummer und die neuen Peugeot 2008 DKR nehmen die 9.000 Kilometer lange Strapaze in Angriff. Gestartet wird am 4. Januar in Buenos Aires, die Route führt das Teilnehmerfeld durch Argentinien, Chile und Bolivien.

Die neuen Peugeot 2008 DKR zählen 2015 zweifellos zu den Blickfängern der legendären Marathon-Rallye. Die Dakar gastiert übrigens zum siebten Mal in Südamerika. Bereits vor Weihnachten wurden die französischen Boliden nach Buenos Aires geflogen. Zuvor absolvierten die 2008 DKR einen finalen Test, der vielversprechend verlief.

Das neue Einsatzfahrzeug von Peugeot tritt in große Fußstapfen: Vor 25 Jahren gewannen die Franzosen mit dem Peugeot 405 T16 und der Besatzung Ari Vatanten/Bruno Berglund die seinerzeit noch in Nordafrika ausgetragene Rallye Dakar. Nun kehrt die Löwenmarke mit einem brandneuen T1-Prototypen zurück. Unter dessen Haube steckt ein 3,0-Liter-V6-Biturbo-Diesel, der 340 PS an die zwei angetriebenen Räder schickt.

Anlässlich des Comebacks setzt der französische Hersteller auf erfahrene und berühmte Piloten: Stéphane Peterhansel gewann die Dakar elf Mal, Carlos Sainz ein Mal und Cyril Despres fünf Mal auf dem Motorrad. Die drei Fahrer kennen sich also gut auf südamerikanischem Boden aus.

Zu den Favoriten zählen erneut die allradgetriebenen Mini ALL4 Racing, die von einem 3,0-Liter-V6 mit Bi-Turbo-Aufladung und 320 PS befeuert werden. Sie peilen den vierten Triumph in Folge an und könnten dem Rekord von Mitsubishi – sechs Dakar Erfolge hintereinander – ein Stück näher kommen. Hinter dem Steuer sitzen unter anderem die früheren Sieger Nani Roma und Nasser Al-Attiyah sowie Offroad-Star Orlando Terranova.

Toyota tritt mit verbesserten und nun zuverlässigeren Hilux an. Sie verfügen über Allradantrieb und einen V8-Benziner mit fünf Litern Hubraum, der 350 PS mobilisiert. In den Händen der erfahrenen Piloten Ginel de Villiers, Lucio Alvarez, Christian Lavieille, Bernard Ten Brinke sowie mit dem saudischen Rookie Yazeed Al-Rahji am Steuer sind die Toyota Hilux durchaus konkurrenzfähig.

Der Argentinier Federico Villagra tritt als einziger Fahrer im Feld mit einem Ford Ranger an, der teilweise vom Werk unterstützt wird. 2014 erlebten die Ford-Boliden bei dem anspruchsvollen Wüstenmarathon eine durchwachsene Premiere.

Der Portugiese Carlos Sousa fand für die bevorstehende Marathon-Rallye ein neues Cockpit bei Mitsubishi. Zusammen mit Guilherme Spinelli pilotiert er einen ASX Racing-Prototypen. Dessen Herzstück ist ein 4,7-Liter-V8-Triebwerk, das ursprünglich von Aston Martin stammt.

Ein bunt gemischtes Starterfeld erwartet die Motorsport-Fans auch im weiteren Teil der Teilnehmerliste: Guerlain Chicherit tritt für das deutsche Team X-Raid in einem früheren Red Bull-Buggy an. SMG-Boss Philippe Gache stellt sich der Dakar mit einem seiner eigenen Buggys, der US-Amerikaner Robby Gordon ist wieder mit seinem monströsen Hummer dabei, und Thierry Magnaldi sitzt in einem Dessoude-Buggy. Außerdem stellt sich Porsche-919-Werksfahrer Romain Dumas – Le Mans-Sieger 2010 und Pikes-Peak-Gewinner 2014 – in einem Buggy der MD-Rallye-Mannschaft der strapaziösen Wettfahrt in Südamerika.

2015 stehen insgesamt 13 Rallye-Tage auf dem Programm. Dazu gehört auch eine Marathon-Etappe von Chile nach Bolivien. Die erste Prüfung erstreckt sich über 175 Kilometer, bevor die längste Etappe der Dakar 2015 mit 518 Kilometern zwischen San Juan und Chilecito auf die Teilnehmer wartet. Im Anschluss kämpfen sich die Starter durch die chilenische Atacama-Wüste. Danach können sie sich einen Tag lang in Iquique ausruhen. Vor dem technisch anspruchsvollen finalen Sprint zurück nach Buenos Aires müssen die Piloten erneut die sandigen Pisten von Calama bezwingen.