Pech vor Kresta in Tschechien

In einem Herzschlagfinale überholt Mitsubishi-Pilot Vaclav Pech auf der letzten Prüfung den bis dahin führenden Roman Kresta im Peugeot 207.

  • AM ENDE KNAPP VORN: Vaclav Pech setzt sich gegen Roman Kresta durch

In einem Herzschlagfinale überholt Mitsubishi-Pilot Vaclav Pech auf der letzten Prüfung den bis dahin führenden Roman Kresta im Peugeot 207.

Am Freitagabend macht strömender Regen den 61 Teams (davon 31 aus der Gruppe N über 2000 cm³ einschließlich 4 Super 2000) beim Prolog auf dem Rundkurs Klatovy zu schaffen. Roman Kresta setzt im Peugeot 207 Super 2000 die Bestzeit vor den beiden Mitsubishi von Vaclav Pech und Karel Trojan. Als die Teams am Samstagmorgen die lange Transportetappe unter die Räder nehmen, klart der Himmel auf, die drei Schleifen um Vimperk mit je drei WPs bleiben trocken.

 

Kresta baut seine Führung schnell auf rund eine Minute aus. Die Mitsu-Piloten Vaclav Pech und Pavel Valousek bilden das Verfolger-Duo. Dahinter formieren sich Vojtech Stajf im neuen Subaru, Dan Behalek im älteren Modell N12 und die beiden Super-2000-Fahrer Jaroslav Orsak und Josef Petak. Hermann Gaßner, als einziger Deutscher im Feld vorsichtig gestartet, muss seinen Evo 10 in der WP 4 mit einem Motorschaden abstellen. Trotz Warnung fährt ihm Stajf ins Heck und blockiert die Prüfung. Der Tscheche fährt zwar nach Notreparatur weiter, verschrottet den Impreza N14 aber nach einem heftigen Abflug auf der WP 8. Da auch die Peugeot 207 von Orsak (Elektronik) und Petak (erst Reifen-, dann Getriebeschaden) den Freitagnachmittag nicht überstehen, fährt Behalek seinen Impreza im luftleeren Raum auf Rang 4.

 

An der Spitze sorgt Kresta unfreiwillig für Spannung, weil der Peugeot in WP 7 muckt; die Führung bleibt zwar, aber der Vorsprung ist dahin, Pech und Valousek liegen am Etappenende nur 17 bzw. 22 Sekunden zurück. Die kurze Sonntagetappe läuft bis zum Stadt-Rundkurs in Pilsen nach Plan, doch auf den beiden letzten kurzen Sprints entwickelt Krestas Wagen keine richtige Leistung mehr. Pech glänzt hingegen mit zwei Bestzeiten und schlägt Kresta am Ende um winzige 1,4 Sekunden.

 

Bei den "Zweiradlern" beherrscht der junge Lokalmatador Jan Slehofer im Fiat Punto Super 1600 anfangs die Rallye. Nach seinem Ausfall in WP 5 übernimmt Jan Sykora im Renault Clio R3 das Kommando und erreicht das Ziel auf dem Marktplatz Klatovy mit satten 6 Minuten Vorsprung vor Jiri Vlcek im Peugeot 206 Super 1600.

 

Ergebnis Mogul-Sumava-Rallye
01. Pech/Uhel, Mitsubishi Lancer Evo 9, Gr.N, 1:57:46,8 Stundem
02. Kresta/Gross, Peugeot 207 Super 2000, + 1,4 Sek.
03. Valousek/Hruza, Mitsubishi Lancer Evo 9, Gr.N, + 17,7 Sek.
04. Behalek/Cernohorsky, Subaru Impreza STI, Gr.N, + 1:28,1 Min.
05. Tarabus/Trunkat, Fiat Punto Super 2000, + 2:48,3 Min.
06. Trojan/Doleckova, Mitsubishi Lancer Evo 9, Gr.N, + 2:57,1 Min.
07. Jelinek/Kotena Mitsubishi Lancer Evo 9, Gr.N, + 3:07,8 Min.
08. Arazim/Gal, Mitsubishi Lancer Evo 9, Gr.N, + 3:23,4 Min.
15. Sykora/Houst, Renault Clio R3, +8:34,3

 

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