Vouilloz siegt – Ojeda holt Titel

Titelentscheidung in der Schweiz. Enrique Garcia Ojeda holt den Titel in der Fahrerwertung, während Peugeot sich über den Herstellertitel freuen kann.

  • ERFOLGREICHER EINSTAND: Peugeot holt im ersten Jahr den Titel der Fahrer- und Herstellerwertung

Titelentscheidung in der Schweiz. Enrique Garcia Ojeda holt den Titel in der Fahrerwertung, während Peugeot sich über den Herstellertitel freuen kann.

Die vergangene Saison war für das Abarth-Team besonders erfolgreich, der Italiener Giandomenico Basso holte sowohl den Titel in der Europameisterschaft und nebenbei in der zum ersten Mal ausgetragenen IRC. In diesem Jahr konnten die Italiener jedoch kaum was gegen die Übermacht aus Frankreich ausrichten, in diesem Fall besser gesagt aus Spanien.

 

Denn die beiden Peugeot 207 S2000 von Enrique Garcia Ojeda und Nicolas Vouilloz wurden eingesetzt vom Team des ehemaligen Rallyefahrers Borja Moratal. Nachdem der Saisonauftakt in Kenia aus finanziellen Gründen ausgelassen wurde, stieg das Peugeot-Team erst mit dem Lauf in Türkei in die Intercontinental Rally Challenge ein und gewann die Veranstaltung auf Anhieb.

 

Sein Teamkollege aus Spanien war es jedoch, der im Laufe der Saison konstant Punkte einfahren konnte und die Führung im Kampf um den Fahrertitel nach der Rali Vinho da Madeira vom Italiener Navarra übernahm. Ähnlich auch die Situation in der Schweiz bei der Rallye du Valais, die Peugeot-Piloten dominierten das Geschehen nach Belieben. Von Beginn ging der Franzose Vouilloz in Führung.

 

Nach den Siegen in der Türkei und in Tschechien konnte der 32–jährige auch die Veranstaltung in Kanton Wallis zu seinen Gunsten entscheiden, obwohl sein Teamkollege im Schlussspurt kurzzeitig in Führung gehen konnte. Letztendlich setzte er sich dann doch mit knappen 6.5 Sekunden durch, Dritter wurde der junge Italiener Umberto Scandola, der wie schon in San Remo einmal mehr mit guter Leistung überzeugen konnte.

 

Freddy Loix begnügte sich mit Rang vier, mit gerade mal 0.8 Sekunden Rückstand auf Scandola, der Belgier reist direkt im Anschluss ins belgische Jalhay, wo er morgen mit einem Volkswagen Polo S2000 an der JMC Rally teilnehmen wird. Ein Drama erlebte der ehemalige Europameister Andrea Navarra, der in der letzten Prüfung ausschied und somit keine Chance mehr hat einen der Peugeot-Piloten in der Fahrerwertung zu überholen.

 

Da das Peugeot-Team die Reise zum Wackelkandidaten in China zum Saisonfinale nicht anstrebt, steht somit der neue IRC-Champion fest, mit fünf Zählern Vorsprung gewinnt der Spanier Enrique Garcia Ojeda vor Nicolas Vouilloz. Auch die Entscheidung in der Herstellerwertung ist zugunsten des Peugeot-Teams gefallen.

 

Bester Lokalmatador wurde Olivier Burri im Gruppe N-Subaru, der jedoch auf den Sieger über dreieinhalb Minuten verlor, gefolgt vom frisch gekürten Champion Gregoire Hotz im Renault Clio S1600. Dahinter kam auf Rang sieben Karl-Friedrich Beck im Renault Clio R3 ins Ziel, der sich gegen den ungarischen Suzuki-Piloten Robert Butor im Suzuki Swift S1600 durchsetzte. Luca Betti wurde im Honda Civic Type-R R3 Neunter.

 

Endstand Rallye du Valais 2007:

1. N. Vouilloz/N. Klinger - Peugeot 207 S2000 2:44:28.6

2. E. G. Ojeda/J. Barrabes - Peugeot 207 S2000 + 00:06.5

3. U. Scandola/G. D'Amore - Fiat Punto Abarth S2000 + 00:18.9

4. F. Loix/E. Chevaillier - Fiat Punto Abarth S2000 + 00:19.7

5. O. Burri/F. Gordon - Subaru Impreza WRX + 03:33.3

6. G. Hotz/P. Ravasi - Renault Clio S1600 + 05:17.6

7. K.-Friedrich Beck/J. Stierle - Renault Clio R3 + 11:59.2

8. R. Butor/I. Toth - Suzuki Swift S1600 + 12:17.8

 

IRC-Stand nach Rallye du Valais - Fahrerwertung:

1. Enrique Garcia Ojeda/Jordi Barrabes Costa - 47 Punkte

2. Nicolas Vouilloz/Nicolas Klinger - 42 Punkte

3. Andrea Navarra/Guido D´Amore - 32 Punkte