28. Rajd Warszawski - Showdown in Warschau.

An diesem Wochenende entscheidet sich, wer neuer polnischer Meister wird. Chancen haben noch Janusz Kulig, Krzysztof Holowczyc und Leszek Kuzaj.

  • Rang 2: Janusz Kulig Photos: S. Gostynski

An diesem Wochenende entscheidet sich, wer neuer polnischer Meister wird. Chancen haben noch Janusz Kulig, Krzysztof Holowczyc und Leszek Kuzaj.

Den dreimaligen polnischen Meister und den Europameister von 1997 hatte wohl kaum jemand auf der Rechnung. Doch Holowczyc, der von seinen Fans Holek genannt wird, gewann die Auftaktprüfung der Warschau Rallye. Zweiter wurde der zweimalige Meister Janusz Kulig im Ford Focus WRC mit 4,3 Sekunden Rückstand. Den dritten Rang belegte das junge Duo aus Breslau Kuchar/Szczepaniak im Toyota Corolla von Toyota Team Sweden, noch vor dem dritten Titelaspiranten Leszek Kuzaj im Toyota Corolla WRC des belgischen Future World Teams.

 

Auch die zweite Prüfung gewann Holek im Peugeot 206 WRC des belgischen Kronos Teams. Er gewann zusammen mit seinem jungen Co-Piloten Lukasz Kurzeja vor Tomasz Kuchar mit 2,1 Sekunden Vorsprung. Dritter wurde Kuzaj vor Kulig und Sztuka im Seat Cordoba WRC, der von der Erwin Weber GmbH eingesetzt wird.

 

In der dritten Wertungsprüfung erwies sich Kulig im Ford Focus WRC, der von Mike Little Preperations eingesetzt wird, als schnellster. Zweiter wurde mit 1,8 Sekunden Rückstand Krzysztof Holowczyc. Nur den fünften Rang belegte Leszek Kuzaj und sein Co-Pilot Andrzej Gorski. In der Endphase dieser Prüfung ereilte das Duo ein Reifenschaden, der nach der Etappe behoben wurde. Der Rückstand der Titelaspiranten betrug nur 9,5 Sekunden.

 

In der vierten Wertungsprüfung zeigte Holowczyc wiederum, dass er und sein Wagen in einer guten Verfassung sind. Auf den weiteren Rängen kamen seine Konkurrenten Kulig mit 0,8 Sekunden und Kuzaj mit 3,8 Sekunden Rückstand ins Ziel.

 

Die fünfte Prüfung ging dann mal wieder das Duo aus Krakau, Janusz Kulig und Jaroslaw Baran. Holek wurde im Peugeot 206 WRC vierter noch hinter Kuzaj und Kuchar. Sein Rückstand von sechs Sekunden lässt sich damit erklären, dass er den Motor beim Start dieser Prüfung abgewürgt hat.

In dieser Prüfung geschah jedoch auch ein Unfall, bei dem Zuschauer beteiligt waren. Das Duo eines Deawoo Nubira kam von der Strecke und prallte gegen vier Zuschauer, die nur leicht verletzt wurden. Die Personen wurden schnell medizinisch behandelt und ins Krankenhaus gefahren. Trotzdem muss man anmerken, dass diese Leute sich weigerten aus dieser abgesperrten und gefährlichen Zone herauszugehen.

 

In der siebten Wertungsprüfung schied der junge Lukasz Sztuka aus. Als Grund wird ein Defekt an der Turbine an seinem Seat Cordoba WRC angegeben. Schnellster wurde wieder Holek, der das Maximum aus dem Wagen herausholt. Janusz Kulig verlor in dieser Prüfung nur 1,6 Sekunden und Kuzaj 2,6 Sekunden. Als vierter kam der Sieger der Karkonoski und Mikona Rallye mit einer zerstörten Stoßstange ins Ziel.

 

Die letzte Prüfung des heutigen Tages gewann der schon feststehende slowakische Meister, Janusz Kulig zeitgleich mit Leszek Kuzaj. Dritter wurde Holowczyc mit 1,3 Sekunden Rückstand, der somit die Führung nach der ersten Etappe sehr knapp behaupten konnte.

 

Morgen erwartet die Zuschauer ein spannender Tag mit sieben Wertungsprüfungen. Die Frage, wer polnischer Meister wird, wird sich erst morgen Mittag in der Hauptstadt Polens entscheiden. Chance haben immer noch der führende in der Meisterschaft Janusz Kulig, sowie der führende bei dieser Rallye Holowczyc und Leszek Kuzaj.

 

1. Holowczyc/Kurzeja - Peugeot 206 WRC

2. Kulig/Baran - Ford Focus WRC + 1,8

3. Kuzaj/Gorski - Toyota Corolla WRC + 24,4

4. Kuchar/Szczepaniak - Toyota Corolla WRC +42,7

5. Turski/Burkat - Mitsubishi Lancer E6 Gr. N + 4:12,1

6. Dytko/Dytko - Mitsubishi Lancer E6 Gr. N + 4:36,4

 

Michael Wolf