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Colin McRae wieder vorn

Mit dem zweiten Tagessieg übernimmt Colin McRae wieder die Führung bei der Dakar-Rallye. Giniel de Villiers auf Rang zwei sorgt für eine Nissan-Doppelführung.

<strong>Wieder vorn:</strong> Colin läßt den Nissan durch die Wüste fliegen

Colin McRae hat erneut die Führung bei der Dakar 2005 übernommen. Mit einer Zeit von 5:07:24 Stunden durchquerte der Schotte als schnellster Fahrer die 381 Wertungskilometer der fünften Etappe und ist nun wieder Spitzenreiter im Gesamtklassement.

 

"Die Prüfung war richtig hart, eine der Art, wo man sich sein Auto kaputt machen kann", erklärte Colin. "Wir hatten einen Plattfuß, aber ich glaube, bei diesen Bedingungen ist es fast egal wie vorsichtig du bist, es ist schwierig solchen Problemen aus dem Weg zu gehen. Aber ich bin im Moment sehr zufrieden."

 

Weit zurückgefallen ist dagegen Robby Gordon. Der Amerikaner, der bei seinem Dakar-Debüt stark aufgefahren war, fiel auf der heutigen Etappe weit zurück und kam nur auf Rang neun ins Ziel. Mit einem Rückstand von 09:01 Minuten liegt Gordon nun auf Gesamtplatz sieben. "Die Prüfung war sehr steinig und ausgesprochen abwechslungsreich. Leider kostete uns ein Reifenschaden hinten rechts drei bis vier Minuten, während unser Auto perfekt lief", meinte Gordon im Ziel.

 

Jutta Kleinschmidt hat sich in ihrem VW Touareg auf der fünften Etappe der Rallye Dakar erneut verbessert. Die Kölnerin beendete das bisher längste Teilstück als drittbeste und schob sich um einen Rang auf Platz vier vor und liegt nur drei Sekunden hinter dem drittplatzierten Luc Alphand zurück. "Platz drei als bisherige Bestleistung bei dieser Rallye ist sehr schön", freute sich die Kölnerin. "BFGoodrich stellt uns fantastische Reifen zur Verfügung: Trotz eines schleichenden Reifenschadens, der ab der 90-Kilometer-Marke auftrat, fuhren wir 300 Kilometer tadellos bis ins Ziel."

 

Pech hatte dagegen Vorjahressieger Stéphane Peterhansel. Der Mitsubishi-Fahrer verlor durch Reifenschäden knapp 25 Minuten und rutschte auf den 14. Rang ab. "Das letzte Mal hatten wir hier während der Rallye Marokko einen Platfuß, aber da waren es auch 20°C weniger. Ich hatte eigentlich nicht damit gerechnet, aber es traf uns erneut", so der Franzose. Noch schlimmer traf es seinen Teamkollegen Hiroshi Masuoka. Der Japaner strandete bereits zu Beginn der Etappe mit Antriebsproblemen und musste eine zweistündige Reparaturzeit in Kauf nehmen.

 

Andrea Mayer, die stoppte, um ihren Teamkollegen zu helfen, verlor ebenfalls mehrere Minuten. "Leider hatten wir das nötige Ersatzteil nicht an Bord. Aber während der paar Minuten, die wir gestanden haben, sind rund zehn Autos an uns vorbei gefahren, die uns dann die ganze Zeit aufhielten. Ansonsten hatten wir keinerlei Probleme. Das Auto läuft super. Ich werde auf den morgen beginnenden Wüstenprüfungen in Mauretanien angreifen", berichtete Mayer, die die Etappe als 21. beendete und im Gesamtklassement auf Platz 19 liegt.

 

Gesamtklassement nach der 4. Etappe "AGADIR - SMARA"

1. MC RAE / THORNER NISSAN 5h 07' 24"

2. DE VILLIERS / LURQUIN NISSAN +05' 28"

3. ALPHAND / PICARD MITSUBISHI +06' 01"

4. KLEINSCHMIDT / PONS VOLKSWAGEN +06' 04"

5. SABY / PERIN VOLKSWAGEN +07' 12"

6. AL ATTIYAH / GUEHENNEC BMW +07' 37"

7. GORDON / VON ZITZEWITZ VOLKSWAGEN +09' 01"

8. KANKKUNEN / REPO VOLKSWAGEN +10' 00"

9. DE MEVIUS / DUBOIS NISSAN +14' 35"

10. SHINOZUKA / MAIMON NISSAN +14' 43"

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