Rallye Sanremo - nach WP3

Basso setzt sich an die Spitze

Mit zwei Bestzeiten auf den ersten drei WP übernimmt Giandomenico Basso im Ford das Kommando. Die Skoda-Hoffnungen ruhen auf Jan Kopecky und Juho Hänninen. Umberto Scandola ist bereits ausgefallen – damit steht Paolo Andreucci als Italienischer Meister fest.

Giandomenico Basso - Rallye San Remo
<STRONG>GIBT DEN TON AN:</STRONG> Giandomenico Basso übernimmt die Führung

Die Atmosphäre in San Romolo am Ende der WP 3 „Bignone“ (10,59 km) erinnert an die goldenen Zeiten der Rallye Sanremo: Überall Autos, zahllose Mopeds und Motorroller knattern über die Hauptstraße zwischen dem kleinen Ort und der „Blumenstadt“, die 15 Kilometer talwärts liegt.

 

Unter den Zuschauern im Zielbereich entdeckten wir keinen Geringeren als den früheren Formel 1-Star Robert Kubica. Seine Leidenschaft fürs Rallyefahren brennt seit seinem fürchterlichen Unfall Anfang 2011 offenbar noch heftiger als zuvor. Erst kürzlich gewann er zwei nationale Rallyes in Italien in einem Subaru WRC. Der Pole posiert gern für ein Erinnerungsfoto mit den Fans und schreibt pausenlos Autogramme für die Tifosi.

 

Das sportliche Geschehen wird aktuell vom Ausfall von Umberto Scandola bestimmt. Der Fahrer von Skoda Italien hatte auf WP1 einen Unfall und verlor rund 40 Sekunden. Am Start von WP2 tauchte er dann mit zwei platten Reifen auf, verlor weitere fünf Minuten und gab auf der kurzen Verbindungsetappe zu WP3 endgültig auf.

 

Als Andreucci, sein Rivale um den italienischen Meistertitel, vom Aus seines einzig verbliebenen Gegners hörte, nahm er sofort den Fuß vom Gas. Auf WP1 war er noch Zweitschnellster, jetzt liegt der Peugeot-Pilot auf Gesamtrang drei zwischen dem Skoda-Werksduo Jan Kopecky und Juho Hänninen.

 

Spitzenreiter Giandomenico Basso, der zwei der ersten drei Wertungsprüfungen gewann, hat 12,7 Sekunden Vorsprung auf seinen schärfsten Verfolger Kopecky. Dahinter geht es denkbar knapp zu: Andreucci hat nur 1,5 Sekunden Rückstand auf Platz zwei, Hänninen liegt 0,2 Sekunden dahinter.

 

Craig Breen, der erstmals seit den tödlichen Verletzungen seines Beifahrers Gareth Roberts wieder in Italien antritt, war erleichtert, die erste Schleife ohne Zwischenfälle überstanden zu haben. Der Ire liegt momentan auf Rang sieben hinter den Peugeot 207 S2000-Fahrern Alessandro Perico und Stefano Albertini.

 

Die Crews sind mittlerweile wieder in den Service-Park in San Remo zurückgekehrt und bereiten sich auf die zweite Schleife vor: Bei Dunkelheit werden alle drei heutigen Prüfungen noch einmal als 44 Kilometerlange WP 4 „Ronde“ am Stück gefahren!

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