Dakar 2017

Al-Attiyah erster Dakar-Spitzenreiter

Auf der 454 Kilometer langen Route von Asunción in Paraguay und Resistencia in Argentinien, von der lediglich 39 Kilometer gegen die Uhr ausgetragen wurden, ging es darum, sich einen guten Startplatz für die kommende Etappe zu sichern. Nasser Al-Attiyah erwischte den besten Start und setzte sich trotz eines kleinen Schreckmoments mit Ausrutscher an die Spitze.

Nasser Al-Attiyah
Nasser Al-Attiyah gewinnt Auftakt, wird aber mit beschädigtem Kühler zum Service geschleppt

Toyota-Neuzugang Nasser Al-Attiyah hat am ersten Tag der Rallye Dakar gleich mal eine Duftmarke gesetzt. Auf der nur 39 Kilometer langen Auftaktprüfung in Paraguay war der zweimalige Sieger 24 Sekunden schneller als der Spanier Xevi Pons im Ford. Der zweite Toyota-Neuling Nani Roma vervollständigte auf Rang drei das tolle Ergebnis für das südafrikanische Team.

Giniel de Villiers und sein deutscher Beifahrer Dirk von Zitzewitz wurden Fünfte. Die beiden hatten eine unruhige Nacht hinter sich. Im Shakedown am Sonntag hatte der Fünfliter-Benzinmotor ihres Toyota überhitzt. Die Mechaniker entlarvten eine verstopfte Wasserleitung in der Kühlung als Übeltäter – offensichtlich die richtige  Diagnose. 

Auch der Service nach Etappe eins verlief für die Toyota-Mannschaft nicht ohne Aufregung. Etappensieger Al-Attiyah hatte bei einem Ausrutscher die Front und darunter liegende Kühler beschädigt. Sicherheitshalber schleppte ihn Teamkollege De Villiers zum Service – bei der Rallye Dakar eine erlaubte Hilfestellung unter Teilnehmern.

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„Diese Auftakt-Prüfung war definitiv viel anspruchsvoller als gedacht“, so Dirk von Zitzewitz. „Es war extrem heiß. Die Route war schnell und eine ziemliche Rüttelpiste. Hier und da wurden wir von großen Löchern überrascht, die so nicht im Roadbook verzeichnet waren. Alles in allem sind wir sehr zufrieden mit unserem Auftakt, doch der wahre Beginn der ‚Dakar‘ erfolgt morgen mit der ersten langen Etappe nach Tucumán.“

Yazeed Al-Rajhi und sein Berliner Copilot Timo Gottschalk, ihrerseits neu bei Mini, wurden Siebte hinter dem neunmaligen Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb (Peugeot). Dessen Teamkollege und Vorjahressieger Stéphane Peterhansel (Peugeot) verlor eineinhalb Minuten. Stefan Schott im Mini kam auf Rang 31 ins Ziel. Der in Paraguay lebende Dakar-Neuling Thomas Englert (Toyota) erreichte das Biwak im argentinischen Resistencia auf Platz 45. 

Zwischenstand nach Etappe 1

01. Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel, Toyota, 25.41 Min.

02. Xavier Pons/Ruben Garcia, Ford +24

03. Joan Roma/Alex Haro Bravo, Toyota +29

04. Carlos Sainz/Lucas Cruz, Peugeot +33

05. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz, Toyota +41

06. Sébastien Loeb/Daniel Elena, Peugeot +55

07. Yazeed Al-Rahji/Timo Gottschalk, Mini +1.06

08. Cyrel Despres/David Castera, Peugeot +1.14

09. Mikko Hirvonen/Michel Périn, Mini +1.20

10. Erik van Look/Wouter Rosegaar, Toyota +1.22

Etappe 02, Resistencia–Tucumán

Prüfung: 275 km; Tagesdistanz: 803 km - Es ist der Norden Argentiniens – aber alles andere als bekanntes Terrain für jene, die die Region seit der ersten „Dakar“ hier im Jahr 2009 kennen, etwa wie Dirk von Zitzewitz und Fahrer Giniel de Villiers, seinerzeit die ersten Gewinner der Südamerika-„Dakar“. Zwischen Resistencia und Tucumán steht eine Geduldsprobe auf der Agenda. Diese erste lange Etappe der Rallye Dakar wird es in sich haben: Staub bei der üblichen Hitze, viel Schlamm im Falle von Regen erwartet die Teilnehmer. Wohl dem, der sich auf der ersten Etappe eine gute Startposition gesichert hat. Wer früh ran darf, hat gute Chancen auf ein gutes Ergebnis.

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