EM 2014

85 Teams starten bei 31. Jänner-Rallye

Die Nennliste der Jänner-Rallye 2014 ist endlich da. 49 Fahrer starten im EM-Feld, dazu kommen 36 Teams der nationalen Wertung. Topfavorit ist Robert Kubica.

<strong>STARTKLAR:</strong> Die Jänner-Rallye eröffnet die EM-Saison 2014

Die Jänner-Rallye eröffnet die Saison 2014 und ist die erste Veranstaltung bei der die neue FIA-Klasseneinteilung zur Anwendung kommt. Gleichzeitig wird sie überstrahlt von von einem großen Namen: WRC2-Champion Robert Kubica (Ford Fiesta S2000) kommt ins Mühlviertel und trifft auf eine hungrige wie prominente Jäger-Schar, die mit ebenfalls scharfen Geschützen aufläuft.

 

Einer der Jäger kommt ebenfalls aus Polen und heißt Kajetan Kajetanowicz. Der  Champion seiner Heimat ist auch Sieger der letzten Polen-Rallye und überlegener Gewinner der letzten Waldviertel-Rallye im November. Kajetanowicz, hat seinen riesigen Team-Truck im Freistädter Service-Park nicht nur unmittelbar neben Kubica stehen, sondern sitzt in einem Ford Fiesta R5.

 

Eine ungemein starke Tschechen-Delegation wird angeführt von Mühlviertel-Kenner Vaclav Pech. Er kommt mit seinem Mini Cooper S2000 nach Freistadt, wo er schon drei Mal (2005, 2007, 2008) gewinnen konnte. Roman Odlozilik, Fünfter in der tschechischen Meisterschaft 2013, hat sich wie Kajetanowicz mit einem Ford Fiesta R5 angekündigt. Und einen dritten Ford Fiesta R5 im Feld präsentiert Pavel Valousek. Antonin Tlustak, 2012 14. in Freistadt, und Jaromir Tarabus, der Zweitplatzierte der abgelaufenen Waldviertel-Rallye, pilotieren einen Skoda Fabia S2000. Mit Jan Cerny kommt der 2WD-Europameister des Jahres 2012. Er gewann auch die 2WD-Wertungen 2013 bei der Barum- sowie Krumlov-Rallye, lenkt im Mühlviertel jedoch in einem Subaru Impreza.

 

Aus Frankreich haben sich die beiden Peugeot-207-S2000-Piloten Jean-Michel Raoux und Robert Consani angesagt. Consani kämpft gegen eine persönliche Pechsträhne an. Er verzeichnete im Jahr 2013 bei acht ERC-Starts sechs Ausfälle. Vasily Gryazin aus Lettland pilotiert einen Ford Fiesta S2000. Er bringt einen 10. Platz in San Remo, einen 7. Platz in Estland und einen 9. Platz in Polen aus der letzten ERC-Saison mit.

 

Baumschlager vs. Aigner

 

Mittendrin im Geschehen tummeln sich natürlich auch Österreichs Rallye-Asse. Und hier steht wohl das von vielen Fans schon längst herbeigesehnte nationale Giganten-Duell Raimund Baumschlager gegen Andreas Aigner im Mittelpunkt. Hier der 11-fache Staatsmeister im Skoda Fabia S2000, dort der ehemalige PWRC-Weltmeister in einem Peugeot 207 S2000.

 

Zu beachten wird auch David Glachs sein. Der ortskundige Freistädter hat gerade in seiner Umgebung schon öfters auch mit schwächeren Autos die Prominenz ärgern können. 2011 überraschte er im Mitsubishi Evo V die S2000-Piloten sogar mit einer WP-Bestzeit. Diesmal sitzt er selber in einem S2000-Auto. Er lenkt den ehemaligen VW Polo von Kris Rosenberger. Ebenfalls in einem S2000-Boliden, einem Peugeot 207, sitzen überraschend der gebürtige Freistädter Johannes Keferböck und weniger überraschend, weil schon vor längerer Zeit angekündigt, der Niederösterreicher Walter Mayer.

 

Hinter den S2000-Boliden scharren die R4-Piloten in den Startlöchern. Beppo Harrach im Mitsubishi Evo IX schielt nicht nur auf die österreichische Meisterschaft, sondern wohl auch auf ein gutes ERC-Resultat. Letztes Jahr wurde seine Angriffslust bei der Jänner-Rallye mit dem 4. Platz und dem von der FIA vergebenen Pokal für die beste Performance belohnt. Diesmal kehrt Harrach von einer Zwangspause nach seinem Mopedunfall in Spanien zurück. Die letzten zwei Staatsmeisterschaftsläufe  in Österreich musste er auslassen. Dazwischen feierte Harrach im Zuge eines „Fitness-Checks“ aber einen Sieg bei der kleinen Santa-Domenica-Rallye nahe Zagreb. Nach seiner letztjährigen Premiere in der EM sucht Hermann Neubauer erneut den Vergleich auf internationaler Ebene. Der 25-jährige Salzburger startet bei der Jänner-Rallye mit einem Subaru Impreza R4 aus dem Hause Stohl.

 

Tannert übt für Monte

 

In den Klassen R3 und R4 präsentieren sich die 2WD-Stars rund um den regierenden Europameister Zoltan Bessenyey aus Ungarn. Dieser nimmt die Jänner-Rallye mit seinem Honda Civic R3 in Angriff. Doch den Sieg haben auch andere im Visier. Raffael Sulzinger zum Beispiel. Der in Passau geborene Ford-Fiesta-R2-Pilot macht kein Hehl aus seinem EM-Titeltraum. Oder der überaus routinierte Tscheche Jozef Petàk, der einen Renault Clio R3 lenkt.  Und auch Österreichs Champion Michael Böhm (Suzuki S1600) hat mit der Jänner-Rallye eine offene Rechnung zu begleichen, nachdem er letztes Mal nach einem technischen Defekt aufgeben musste. Aus Deutschland kommen auch Wolf Dieter Ihle (Citroën DS3 R3T), Armin Holz (Honda Civic Type-R) und Nachwuchstalent Julius Tannert (Citroën DS3 R1) zur Jänner-Rallye.

 

LINK: Jänner-Rallye Nennliste (EM) ...

LINK: Jänner-Rallye Nennliste (NAT) ...

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