Starke deutsche Beteiligung in Luxemburg

Walter Röhrl, Marijan Griebel, Philipp Knof, Georg Berlandy und Co. – viele deutsche Piloten nutzen die Sommerpause für einen Stopp bei der Rallye Luxemburg, die am Samstag rund um Hosingen mit 126 WP-Kilometern aufwartet.

Walter Röhrl, Marijan Griebel, Philipp Knof, Georg Berlandy und Co. – viele deutsche Piloten nutzen die Sommerpause für einen Stopp bei der Rallye Luxemburg, die am Samstag rund um Hosingen mit 126 WP-Kilometern aufwartet.

Der Knaller kommt gleich zu Beginn: Die zweifachen Weltmeister Walter Röhrl und Christian Geistdörfer werden die Rallye Luxemburg im quietschgelben Porsche 911 RSR von Wolfgang Reile eröffnen. Das Auto ist den Fans schon bestens bekannt: 2009 holte Röhrl darin bei der Rallye Costa Brava 2009 seinen allerletzten Gesamtsieg bei einer Bestzeiten-Rallye. Diesmal startet der Regensburger zwar als Nullwagen, aber wer Röhrl kennt, weiß, dass die Uhr am Handgelenk stets mitläuft.

Röhrl/Geistdörfer führen auf den acht Wertungsprüfungen über insgesamt 126 Kilometer ein illustres Feld an, in dem viele Landsleute zu finden sind. So wird der amtierende Junioren-Europameister Marijan Griebel erstmals im Hyundai i20 R5 sitzen. Die Eingewöhnungszeit ist jedoch kurz, beim Shakedown am Freitagnachmittag (16 bis 20 Uhr) wird er seine ersten Kilometer im ungewohnten Fahrzeug absolvieren. Weitere Fahrpraxis darf auch Riedemann-Ersatz Philip Knof im Peugeot 208 T16 sammeln, um sich auf die „Rückrunde“ in der DRM vorzubereiten.

In Luxemburg hat Knof zudem einen jungen Teamkollegen an seiner Seite. Der erst 18-jährige Roman Schwedt und Copilot Henry Wichura erhalten von ROMO Motorsport die Chance, sich im Vorgängermodell Peugeot 207 S2000 zu beweisen. „Wir werden die Rallye ohne Rücksicht auf Zeiten und das Ergebnis angehen. Für uns ist es am Wichtigsten, das Ziel zu sehen, Spaß zu haben und vor allem zu lernen“, erklärt Schwedt, der gerade erst seine letzten Schultage hinter sich gebracht hat.

Ob die Deutschen ein Wörtchen um den Gesamtsieg mitreden können, muss sich allerdings erst zeigen, denn die Konkurrenz ist stark. Jose Maria Lopez – schon in der U28-Europameisterschaft ein Rivale von Griebel – pilotiert seinen gewohnten Peugeot 208 T16. Dazu kommen Jourdain Serderidis und Steve Fernandez in der fast noch aktuellen DS3 World Rally Cars von Citroen sowie einige weitere R5- und WRC-Modelle.

Deutsch wird jedoch nicht nur an der Spitze, sondern auch in den weiteren Klassen. Georg Berlandy (Opel Kadett C GT/E), Michael Rausch (Opel Ascona B 16V), Jürgen Geist (BMW E36) sind nur drei von gut zwei Dutzend Fahrern aus der Bundesrepublik, die das Sommerloch mit einem Start in Luxemburg füllen und beweisen, dass man in unserem Nachbarland nicht nur günstig Tanken kann.