Breen schnellster Fahrer beim Rallylegend-Spektakel

Die gefahrenen Zeiten spielen bei der Rallylegend zwar eine untergeordnete Rolle, aber vor allem die Fahrer in den modernen World Rally Cars sorgten für einen wahren Temporausch. Citroën-Werkspilot Craig Breen war schnellster Fahrer am Wochenende.

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Die gefahrenen Zeiten spielen bei der Rallylegend zwar eine untergeordnete Rolle, aber vor allem die Fahrer in den modernen World Rally Cars sorgten für einen wahren Temporausch. Citroën-Werkspilot Craig Breen war schnellster Fahrer am Wochenende.

Das Feld war bunt gemischt. Vom kleinen Fiat bis hin zum modernen World Rally Car rollte erneut die ganze Bandbreite über die Startrampe. Schnellster Fahrer war Citroën-Werkspilot Craig Breen, der im C4 die WRC-Wertung klar für sich entscheiden konnte. Ex-Werkspilot Mikko Hirvonen (Ford) erreichte hinter Luca Pedersoli (Citroën) den dritten Platz.

Kris Meeke, potenzieller Toyota-Pilot 2019, zeigte außerhalb der Wertung in einem Ford Fiesta WRC ebenso beste Haltungsnoten, wie viele andere Fahrer auch, die zur Unterhaltung der Fans das Heck ihrer Autos besonders weit nach außen schoben. Nach eigener Zeitnahme war Meeke, der Fragen nach seiner kolportierten Zukunft bei Toyota stets nur mit einem Grinsen beantwortete, sogar meist schneller als Gesamtsieger Craig Breen.

Während die Zahl der regulären Teilnehmer leicht rückläufig war, traten im Feld der sogenannten „Legend Stars“ dieses Mal knapp 60 Teams außerhalb der Wertung an. Um die Bestnoten in der inoffiziellen B-Wertung dieser Kategorie konkurrierten vor allem der Italiener Paolo Diana im Fiat 131 (mit BMW-M3-Technik) und der Österreicher Christoph Klausner im hecklastig abgestimmten Audi Quattro.

Die „Myth“-Wertung gewann Salvatore Riolo im Subaru Legacy RS, in der „Historic“ hatte Stefano Rosati (Talbot Sunbeam Lotus) die Nase vorn. Auch eine Wertung für KitCars gab es. Hier landete Gianpietro Bendotti im Renault Clio Maxi auf dem ersten Platz.

Um dem Jubiläum der wohl bekanntesten Motorsport-Beklebung aller Zeiten zu huldigen, ließen die Veranstalter über 20 legendäre Fahrzeuge im Martini-Design auffahren. Natürlich saßen hinter dem Steuer große Namen wie Miki Biasion, Juha Kankkunen oder Markku Alen, die mit ihren Titeln und Erfolgen einen gewaltigen Beitrag zum Mythos „Martini Racing“ beitrugen.

Rallylegend-Urgestein Michael Gerber sandte einen speziellen Geburtstagsgruß an Martini Racing und beklebte seinen normalerweise in Marlboro-Farben auftretenden Toyota Corolla WRC halbseitig im legendären Design der italienischen Marke.

Vollkommen geflasht von der einzigartigen Atmosphäre der Rallylegend zeigte sich Marijan Griebel. Der Führende der Deutschen Meisterschaft nutzte die Asphaltprüfungen in San Marino, um sich und seinen Peugeot 208 R5 auf das Saisonfinale am kommenden Wochenende bei der Drei-Städte-Rallye vorzubereiten. „Die Begeisterung der Zuschauer ist der Hammer“, bestätigte Griebel, der im Einsatz als 0-Wagen ausnahmsweise auf die Ansagen von Beifahrer Tobias Braun hörte.