Erster Porsche-Safari-Sieg

Leichter gesagt als getan. Spitzenreiter Björn Waldegård musste am letzten Tag der East African Safari seinen Porsche 911 sanft über die verbliebenen Prüfungen tragen. Mit einem Vorsprung von 24 Minuten eigentlich kein Problem. Doch die Rallye hielt schon an den Vortagen jede Menge Überraschungen bereit.

  • SIEG: Björn Waldegård gewinnt die East African Safari

Leichter gesagt als getan. Spitzenreiter Björn Waldegård musste am letzten Tag der East African Safari seinen Porsche 911 sanft über die verbliebenen Prüfungen tragen. Mit einem Vorsprung von 24 Minuten eigentlich kein Problem. Doch die Rallye hielt schon an den Vortagen jede Menge Überraschungen bereit.

46 Teams gingen vor neun Tagen ins Rennen. 43 waren am letzten Tag noch dabei. Ein neuer Rekord für die nach eigenen Angaben „großartigste Rallye der Welt“. Auf die Fahrer lauerten die üblichen Safari-Gefahren, knietiefe Schlammlöcher, einheimischer Straßenverkehr, oder Rüttelpisten, welche die letzte Schraube der Karosse malträtierten.

Bjön Waldegård kann einiges davon berichten, dennoch schaffte es der Ex-Weltmeister sich einen Vorsprung von satten 24 Minuten für den Finaltag zu erarbeiten. Das sollte ausreichen, um den geschundenen Porsche 911 über die letzten Wertungsabschnitte zu führen, ohne dass dieser in Sichtweite des Ziels seinen Dienst quitiert. Waldegård verschenkte bei seiner Schleichfahrt jede Menge Zeit, aber ob nun zwanzig, zehn, oder eben neun Minuten Vorsprung ist am Ende egal, Sieg bleibt Sieg. Und der erste Porsche-Erfolg bei der Safari ist es außerdem! „Ich bin so glücklich hier zu sein und so glücklich die Rallye gewonnen zu haben“, jubelte Waldegård im Ziel. „Mein Sohn Mathias hat als Beifahrer einen brillanten Job gemacht.“

Auch der zweitplatzierte Geoff Bell ließ es am letzten Tag geruhsam angehen. Trotzdem fing er sich zwei Plattfüße auf dem letzten Wertungsabschnitt ein. „Dazwischen lagen gerade einmal 400 Meter“, fluchte der Datsun-Pilot. Auch Stig Blomqvist (Ford Escort) auf Platz drei wollte heute keinen letzten Angriff mehr starten. „Es war eine so harte Rallye in diesem Jahr. Aber so ist die Safari nun einmal“, meinte der Schwede.

Hinter dem Podium landete Gerard Marcy (Porsche 911) auf Platz vier. Steve Perez (Datsun 260Z) und Steven Funk (Porsche 911) folgen dahinter.