Waldegård verliert Führung

Zur Halbzeit lag Björn Waldegård fast uneinholbar in Front, dann traf er auf einen LKW, der in einem Schlammloch feststeckte. Es kam, wie es kommen musste und plötzlich führt Geoff Bell die East African Safari an.

  • RÜCKSCHLAG: Björn Waldegård kollidierte mit einem LKW

Zur Halbzeit lag Björn Waldegård fast uneinholbar in Front, dann traf er auf einen LKW, der in einem Schlammloch feststeckte. Es kam, wie es kommen musste und plötzlich führt Geoff Bell die East African Safari an.

Das Glück hat Björn Waldegård auf der ersten Etappe nach dem Ruhetag verlassen. Mit rund 40 Minuten Vorsprung war der Ex-Weltmeister in den Tag gestartet und kontrollierte die Konkurrenz nach Belieben. Doch am Ende des zweiten Wertungsabschnitts traf er plötzlich auf einen LKW, der in einem Schlammloch feststeckte. „Ich habe den Laster gesehen, aber ich habe die falsche Seite zum ausweichen gewählt. Meine Räder verfingen sich in einer Spurrinne und ich kam aus dieser nicht raus. Wir krachten voll an eine Ecke des Lasters“, fluchte Waldegård. „Auch für einen alten Fuchs wie mich ist es nicht einfach, eine saubere Safari zu fahren.“


Der Überrollkäfig des Waldegårdschen Porsche 911 nahm bei dem Zusammenstoß einen erheblichen Schaden, was in der Rallye-WM zum unweigerlichen Aus führt, muss in Afrika keinesfalls das Ende bedeuten. Die anschließende Reparatur verschlang zwar kostbare Zeit, aber Waldegård blieb im Rennen. Seine Führung war er jedoch los.


Neuer Spitzenreiter ist Datsun-Pilot Geoff Bell. „Vielleicht sollten wir die Rallye jetzt beenden! Ich befürchte die Legende wird morgen leider wieder zurückkommen“, weiß der Führende um die Extraklasse von Waldegård, der als Zweiter mit 6:39 Minuten Rückstand weiterhin in Schlagweite liegt. Porsche-Pilot Gérard Marcy rückte auf Platz drei nach vorn, nachdem Steven Funk auf dem letzten Abschnitt deutlich Zeit verlor und auf den fünften Rang abrutschte. Stig Blomqvist macht sich weiterhin Hoffnungen auf einen Podiumsplatz. Mit der Bestzeit zur Tageshalbzeit deutete er sein Potenzial mehr als deutlich an. „Ich wollte nur so schnell wie möglich von dieser verdammten Stelle verschwinden“, erklärte Blomqvist beim Blick auf seine Bestmarke.


GALERIE:
 Die Bilder der  East African Safari Classic Rally 2011 ...