Ein Datsun im Porsche-Sandwich

Halbzeit in Afrika und an der Spitze enteilt ein Porsche 911 dem Feld. Björn Waldegård führt die East African Safari Classic Rally mit fast einer halben Stunde Vorsprung an. Nächster Verfolger ist seit heute Geoff Bell im Datsun 260Z.

  • NACH VORN GERUTSCHT: Geoff Bell ist neuer Zweiter in Afrika

Halbzeit in Afrika und an der Spitze enteilt ein Porsche 911 dem Feld. Björn Waldegård führt die East African Safari Classic Rally mit fast einer halben Stunde Vorsprung an. Nächster Verfolger ist seit heute Geoff Bell im Datsun 260Z.

Die heutigen Abschnitte der East African Safari Classic Rally boten eine Umgebung zum Niederknien. "Wir hatten geniale Safari-Prüfungen", strahlte Björn Waldegård am Abend und nach dem Blick auf den Zwischenstand sogar noch ein wenig mehr. Mit fast 30 Minuten führt der Ex-Weltmeister das Klassement mittlerweile an. Grégoire de Mévius, sein bislang einziger ernstzunehmender Verfolger, blieb mit einem Aufhängungsschaden zu Beginn der Etappe liegen und erreichte nur mit großem Rückstand das Ziel.  

 

"Schade, dass Grégoire (de Mévius) Probleme hatte, wir haben bislang einen guten Kampf geführt", bedauerte Waldegård und verteilte anschließend Lob an seine Familie. "Navigationstechnisch war der erste Abschnitt der schwierigste der Rallye, aber mein Sohn Mathias ist ein verdammt guter Beifahrer."

 

Die Probleme von de Mévius nutzte Nissan-Pilot Geoff Bell zu seinen Gunsten aus und freute sich nicht nur über seinen zweiten Gesamtplatz, sondern auch weil er das Porsche-Spitzenduo sprengen konnte. "Jetzt herrscht wenigstens ein bisschen Abwechslung auf dem Podium", grinste der Nissan-Pilot. Auf Platz drei liegt nun Steven Funk (Porsche 911): "Ich bin geschockt, dass es so gut läuft." Gérard Marcy blieb gegen Ende in einem Schlammloch stecken und ist nur Vierter, Stiq Blomqvist folgt auf Platz fünf. Der Ex-Weltmeister musste die letzte Prüfung mit nur noch drei Zylindern absolvieren.

 

X-Games-Superstar Travis Pastrana genoss sichtlich seinen letzten Tag bei der Rallye und wird seinen Porsche 911 jetzt an den ehemaligen kenianischen Rallyechampion Patrick Njiru übergeben. "Diese Rallye ist absolut einmalig. Eine der besten Erfahrungen meines Lebens", strahlte Pastrana, der die Bestzeit auf dem heutigen Schlussabschnitt setzte.

 

Morgen heißt es die Wunden lecken. Die geschundenen Fahrzeuge werden am Ruhetag wieder instand gesetzt und auch die Fahrer können Kraft auftanken. Auch wenn die Führung von Waldegård den Anschein eines sicheren Polsters hat, kann noch viel passieren. "Die Safari hat ihre eigenen Regeln", warnt der Spitzenreiter.

 

GALERIE: Die Bilder der  East African Safari Classic Rally 2011 ...